Samstag, 18. Februar 2017

Colour Alike 500 Ja pierniczę

Heute gibt's wieder ein Posting mit einem Tag Verspätung - denn gestern kam ich doch ein bisschen arg spät nach Hause und hatte absolut keine Zeit mehr, um Bilder rauszusuchen und vor allem ein Posting zu tippen... Momentan funktioniert das mit der zeitlichen Gestaltung um diverse spontane Aktionen herum nur mäßig gut, aber das sollte sich in Bälde auch wieder ändern! Und heute wird es mal nicht blau, sondern dunkel und ein bisschen holoig, da ich endlich meinen Colour Alike mal ordentlich lackieren wollte.

Mit dem Lack hatte ich ja schonmal gestempelt, darum stand er auch ganz vorne in der Reihe, um endlich lackiert zu werden. Den Lack hatte mir - wie sollte es auch anders sein? - Lotte mal vermacht und ich hatte mich sehr gefreut, endlich einen der inzwischen wohlbekannten Hololacke von Colour Alike mal lackieren zu können!
Der Auftrag ging beim kompletten Lackieren vollkommen unproblematisch und einfach von der Hand, die Konsistenz des Lacks ist toll und der Pinsel fächert hervorragend auf! Kleinere Fehler lassen sich korrigieren, allerdings trocknet der Lack holotypisch ein bisschen schneller als ein normaler Cremelack an. Wer ein bisschen dicker lackiert, könnte hier vielleicht mit einer Schicht schon zufrieden sein - mir war die definitiv noch zu dünn und auch farblich noch etwas schwach auf der Brust (das kommt halt davon, wenn man so dünn lackiert!), also habe ich eine zweite Schicht lackiert. Auch wenn man beim Auftrag ein bisschen das Gefühl von Streifigkeit hat - beim Abtrocknen ist davon nichts mehr zu sehen und die 500 zeigt ein wunderschön ebenmäßiges und glänzendes Finish. Vielleicht nicht Superduperglossyhochglanz - aber doch genug, sodass man den Lack ohne Tropcoat tragen kann.
Farblich tue ich mir mit dem Lack zwar inzwischen leichter als beim Stampen - ich würde nämlich sagen, dass die Grundfarbe tatsächlich eindeutig ein Braunton ist -, aber so ganz einfach ist es je nach Lichteinfall auch nicht. Hier und da zeigt "Ja pierniczę" nämlich auch ein paar Einschläge in Richtung Lila, sodass man den Lack fast als ein tiefdunkles Taupe bezeichnen könnte und in anderem Licht wirkt er wieder so eindeutig Zartbitterschokoladenbraun, dass man sich fragt, ob man sich nicht gerade geirrt hat. Wird es noch etwas dusig, dann scheint der Lack tatsächlich auch eher schwarz zu sein und lässt keinen warmen, bräunlichen Einschlag vermuten. Im momentan normalen Tageslicht bei bedecktem Himmel zeigt die 500 nur ganz vorsichtig, dass da so ein paar Holopartikel rumschwirren - großteils erscheint der Lack dann aber wie ein dunkles Braun mit silbernem Schimmer. Kommt aber Sonnen- oder Lampenlicht ins Spiel, fängt die Oberfläche des Colour Alike an, in allen Regenbogenfarben zu schillern! Zwar ist das kein eindeutiges Holo V, das man auf den Nägeln erkennen kann, aber doch ein sehr schöner, wenn auch feiner Farbverlauf von kühlem Blau bis zu goldenem Gelb.
Bei "Ja pierniczę" drängt sich der Holoeffekt nicht wirklich in den Vordergrund, man kann ihn aber doch deutlich erkennen und vor allem, wenn sich die eher die kühlen blauen und violetten Nuancen auf dem Nagel zeigen, neigt sich auch die Grundfarbe eher in Richtung eines schwärzlichen Brauns, das einen leichten Lilaeinschlag hat. Mir macht es gerade bei so feinen Hololacken immer ganz besonders viel Freude, den Effekt zu verfolgen und immer wieder neue Farbnuancen zu entdecken - mit dem Lack hat man vor allem in eher langweiligen Arbeitsstunden immer ein bisschen Ablenkung. Obwohl Hololacke ja eindeutig auch für sich stehen können (und das vielfach auch sollten!), wollte ich auf diesen hübschen Lack noch unbedingt ein Design stempeln - ich hatte nämlich schon eines im Kopf, da mir bei dem Braunton sofort die "Time traveller - Back to the 70's" 03 von MoYou in den Sinn gekommen war. Beinahe hätte ich mit einem Orange gestempelt, um einen wirklich fiesen Kontrast auf den Nägeln zu haben - dann wurde es aber doch die harmlosere Wahl in Form von Nubar "Marble tower".
Mit dem Grau ließ sich das Fullcovermotiv leicht auf die Nägel bringen und beim Ringfinger ist es mir sogar gelungen, das gerade auf dem Nagel zu platzieren - beim Mittelfinger habe ich mal wieder ein bisschen gewackelt, trotzdem gefällt mir meine Wahl heute sehr gut! Obwohl das Muster auch recht große graue Anteile hat, kommt "Ja pierniczę" in den freien Flächchen noch schön durch und man erkennt das Funkeln des Basislacks. Der Holoeffekt zeigt sich hier natürlich nicht mehr gar so deutlich wie auf dem Zeige- oder kleinen Finger, das ist aber auch einfach der vorhandenen Fläche geschuldet. Ich finde ja, dass das Muster sowohl farblich als auch vom Motiv her richtig gut zu dem dunklen Braun passt und obwohl ich mit der Platte so meine Probleme habe und selten weiß, wo ich die Motive richtig gut einsetzen kann - das hier ist eindeutig eine gelungene Kombination! Vielleicht wäre auch das Orange gar keine so dumme Wahl gewesen, mir war sie einfach nur zu riskant heute...
Zur Haltbarkeit des Colour Alike muss ich erwähnen, dass es ohne Topcoat nicht gar so gut um ihn bestellt ist - da chippt doch hier und da mal etwas und auch Tipwear entwickelt sich nach anderthalb Tagen recht deutlich. Mit einer schützenden Schicht sieht das gewiss ganz anders aus, aber auch ohne geht sich das aus, da man hier gut korrigieren kann und der Lack insgesamt unproblematisch ist. Ich bin auf jeden Fall von diesem Lack doch begeistert - ein schöner, dunkler Ton mit dem gewissen Etwas!

Mittwoch, 15. Februar 2017

Color Club "Foiled: Molten metals for your nails" Lumin-icecent

Normalerweise freue ich mich ja immer sehr auf die blauen Runden bei "Lacke in Farbe... und bunt!" - aber so langsam gehen mir auch die blauen Lacke aus, vor allem in bestimmten Nuancen... Hellblau gehört nun nicht so wirklich zu den Blautönen, von denen ich allzu viele habe, darum war ich auch heilfroh, dass ich mir einen Lack zurückgestellt hatte - denn an (tragbaren) Hellblaus war es das dann tatsächlich bei mir!

"Lumin-icecent" von Color Club musste doch eine ganz schön lange Zeit auf seinen Auftritt warten - den habe ich mir ja vor mehr als nur geraumer Zeit im Bundle bei tkmaxx geholt und zumindest schon zwei seiner Geschwisterchen lackiert (*hier* und *hier*). Ab und zu hat es aber auch seine Vorteile, dass ich den einen oder anderen Lack aus dem Blick verliere - sonst hätte ich heute nämlich ein ernsthaftes Problem gehabt!
"Lumin-icecent" kommt mit einem schmalen Pinsel daher, lässt sich damit aber gut lackieren. Die Konsistenz ist eher flüssig, sodass ich schnell etwas zu viel Lack am Pinsel hatte - da der Color Club aber nicht sofort antrocknet, kann man das noch korrigieren. Allerdings sollte man sich mit dem Korrigieren nicht zu viel Zeit lassen, denn wirklich langsam trocknet der Lack nicht. Das liegt natürlich auch am Foil-Finish, das "Lumin-icecent" mit sich bringt - das hat nicht nur eine wirklich hervorragende Deckkraft, sondern auch eine angenehm kurze Trockenzeit. Im Prinzip deckt der Lack schon mit einer Schicht, eine zweite schadet aber nicht, wenn man so dünn lackiert wie ich und sich damit gerne ein paar lichte Stellen in die erste Lackschicht packt... Mit der zweiten lässt sich das dann doch ein bisschen besser ausgleichen und die trocknet genauso zügig durch wie die erste. Das Finish ist schön gleichmäßig und braucht keinen Topcoat - außer man legt auf besonders viel Glanz wert.
Farblich ist "Lumin-icecent" sehr eindeutig ein helles Eisblau mit silbrigem Einschlag - allerdings aus meiner Sicht noch mehr als deutlich als Blau zu erkennen (was bei meinem Alternativlack nicht wirklich so gewesen wäre - aber das werde ich wohl spätestens in der nächsten Runde herausfinden). Der wirklich kühle Blauton ist mal etwas anderes als die niedlichen Babyblaus, die ich sonst immer zu dem Farbton im Kopf habe und gefällt mir erstaunlicherweise recht gut. Obwohl der Lack ein Foilfinish hat und man zumindest ein kleines bisschen die Pinselführung sieht, ist das Finish nicht wirklich schlimm streifig, sondern zeigt sich in seiner ganzen foiligen Schönheit - schimmernd hellblau bis silbern kann sich "Lumin-icecent" doch wirklich sehen lassen! Ich hatte ein wenig Sorge, dass der Lack mir Leichennägelchen bescheren könnte, aber so schlimm war es dann doch nicht, schließlich ist da genug Hellblau enthalten, um den Lack nicht zu hell und kühl wirken zu lassen.
Solo ist der Lack tatsächlich ganz schön strahlend und fällt dadurch auf - auch wenn überraschenderweise nicht wirklich negativ. Dennoch wollte ich auf "Lumin-icecent" noch ein nettes Design haben - und habe mich mal wieder für das aktuelle Motto der "Nailsreloadedchallenge" entschieden. Ein Glittergradient sollte es sein und ich habe meine erschreckend große Sammlung an Toppern genauer unter die Lupe genommen, um die perfekte Passung für den Color Club zu finden. Am Schluss bin ich dann bei einem Glitterlack gelandet, der gar nicht unter meinen Toppern steht - aber vielleicht dorthin wandern sollte, nämlich "Be cool!" von p2 aus der "Lost in glitter"-Reihe. Der Lack hat zwar eine blau eingefärbte Base, in der Glitter in Gold, Pink, Blau und Grün dicht gepackt ist, allerdings habe ich beim Auftupfen des Glitters auf meinen Basislack nur die Glitterpartikelchen und gar nichts mehr von der eingefärbten Basis auf die Nägel gebracht. Da die Glitzerteilchen hier wirklich klein sind, lässt sich der p2 sehr angenehm auf die Nägel bringen und man kann glaube ich gut erkennen, wo die Partikelchen gehäuft sind.
Da ich leider keine Chance hatte, das Design bei Tageslicht zu fotografieren, musste ich mich mit der Tageslichtlampe und meinen Zimmerlampen zufrieden geben - und das ist bei Glitter immer ganz schön schwierig... Allerdings kann man hier doch halbwegs gut erkennen, dass sich auf dem hellen Eisblau durchaus farbige Akzente befinden, die sich aber nicht so deutlich in den Vordergrund drängen, dass der Lack untergehen würde. Ich hätte gar nicht gedacht, dass ich das Ergebnis so gut finden würde - ich glaube nur, dass ich am Zeigefinger ein bisschen zu viel Glitter habe, auf den übrigen Nägeln ist mir das doch etwas besser gelungen. Das ist zwar wieder kein sonderlich kompliziertes Design, hat aber durchaus was - und vor allem kann man damit auch immer ein bisschen kaschieren, dass der Lack an der Oberfläche abgenutzt wurde oder vielleicht auch das eine oder andere Eckchen verloren hat.
Die Haltbarkeit von "Lumin-icecent" ist insgesamt durchaus gut - allerdings kann es ohne Topcoat tatsächlich mal passieren, dass ein Eckchen abplatzt oder sich nach zwei Tagen doch sichtbare Tipwear entwickelt. Ansonsten gibt es wirklich keinen Punkt, über den ich mich bei dem Color Club beschweren könnte - auch das Ablackieren geht problemfrei, wenn man mal von dem Glitter des p2-Lacks absieht. Die lange Stehzeit hat dem hübschen Blauen sicherlich nicht geschadet - und da ich ihn jetzt in der Hand hatte, wird er sicher weiter genutzt!

Bevor hier gleich die Galerie aufgeht, gibt es natürlich noch die Vorgabe für die nächste Woche - so langsam ist die Auswahl an Farben ja doch eingeschränkt und somit steht als kleiner Kontrast in sieben Tagen Taupe an!
 

Sonntag, 12. Februar 2017

China Glaze "INK" 1012 Rose among thorns

Heute habe ich zum tatsächlich ein wenig sonnigen Sonntag einen Lack, den ich eigentlich schon vor ein paar Wochen geplant (und damit auch lackiert) hatte - "Rose among thorns" hatte ich mir nämlich eigentlich für Pink bei "Lacke in Farbe... und bunt!" zurückgelegt, aber da gab es dann ja einen Catrice zu sehen. Normalerweise bin ich ja ganz schlecht im Postings vorbereiten, weil ich immer zeitnah lackiere, aber hier hatte ich mit meiner Lackwahl einfach großes Pech!

"Rose among thorns" gehört wie mein Magenta vom Mittwoch zur matten "INK"-Reihe von China Glaze und sah im Fläschchen so wunderbar quietschig pink aus, dass ich zu mehr als einhundert Prozent sicher war, damit den perfekten Vertreter ausgesucht zu haben - bis ich den Lack dann auf den Nägeln hatte...
Mit dem schmalen China Glaze Pinselchen lässt sich der Lack zwar problemfrei lackieren, aber ich hatte schon bei der ersten Schicht mit der Farbe so meine Bedenken... Es blieb aber nicht bei nur einer Schicht, da die Deckkraft von "Rose among thorns" nun nicht allzu grandios ist - letztlich habe ich drei Schichten lackiert, um ein zumindest farblich gleichmäßiges und deckendes Ergebnis zu erhalten. Wie bei matten Lacken so üblich, ist die Trockenzeit recht kurz und das merkt man hier auch schon beim Lackieren - auf größere Korrekturen sollte man entsprechend verzichten, sonst zieht man sich den Lack gleich wieder mit ab. Das matte Finish ist aber leider nur farblich gleichmäßig - man sieht mehr als deutlich, dass die Oberfläche sich nicht so schön ausgleicht, wie ich mir das gewünscht hätte, sondern Unebenmäßigkeiten in den Nägeln und auch im Auftrag mehr als betont.
Das ist aber noch gar nicht das größte Problem, das ich mit dem Lack hatte - das erkennt man nämlich ganz deutlich im Farbvergleich zwischen Fläschchen und Nägeln: Das Pink im Fläschchen, wunderbar knallig und eindeutig, ist auf den Nägeln alles andere als pink, sondern vielmehr deutlich rotstichig und korallfarben. Das ist leider nicht nur ein Effekt, der auf die Farbproblematik meiner Kamera zurückzuführen ist, sondern tatsächlich so - ansonsten würde man auch den Kontrast zum Fläschchen nicht so deutlich sehen (und ja, es ist tatsächlich das richtige Fläschchen!). Da saß ich also nun mit meinen korallfarbenen Nägeln, die eigentlich pink sein sollten - und kann "Rose among thorns" trotzdem nicht so richtig böse sein, denn der Lack ist knallig, farbintensiv und macht wahnsinnig gute Laune! Im Prinzip könnte ich ja froh sein, denn Pink ist bekanntlich eh nicht so meine Farbe - aber in diesem Fall hatte ich dann ein kleines Zeitproblem!
Trotzdem wollte ich ein kleines Design auf den Lack bringen, leider auch, um dieses nicht gar so ansehnliche Finish ein bisschen zu kaschieren. Ich kenne das zwar schon von matten Lacken, dass sie alles andere als schmeichelhaft sind, aber irgendwie ist "Rose among thorns" da noch besonders gemein... Gleich einen Topcoat drüberpinseln wollte ich aber nicht, darum habe ich mir meinen weißen "White hype" von essence und "Blackout" von Maybelline geschnappt und ein paar schwarze und weiße Streifen auf die Nägel gemalt. Eigentlich hatte ich mir gewünscht, dass das ein bisschen gleichmäßiger aussehen würde, aber auch so hat das Design seinen Charme. Und auch wenn es wohl nicht so ganz korrekt ist, würde ich mit diesem Design gerne bei der "Nailsreloadedchallenge" zum Thema Schwarz / Weiß teilnehmen - schließlich ist da auch so einiges schwarzes und weißes im Design, bzw. besteht zumindest das Design lediglich aus einem schwarzen und weißen Lack. Ein bisschen tanze ich damit zwar aus der Reihe, wenn man die anderen Beiträge betrachtet, aber ich hoffe, das stößt nicht zu sehr auf.
Obwohl ich mein Streifendesign auf dem matten Untergrund schon recht gut fand (so ein kleines bisschen kann man den Kontrast zwischen dem Cremefinish des schwarzen Lacks und dem matten "Rose among thorns" ja doch erkennen), musste eine Schicht Topcoat drüber - ich wollte nämlich wissen ob das ernsthaft irgendwas am Korallrot ändern würde. Nachdem ich es geschafft habe, mir das Design nicht allzu sehr zu verschmieren und dann einen genaueren Blick auf "Rose among thorns" geworfen habe, muss ich sagen: Allzu viel ist da nicht wirklich passiert. Ich würde zwar behaupten, dass der Lack einen Hauch weniger Rot ist, wenn er mit Topcoat vor sich hinglänzen darf - aber als Pink geht er auch dann bei Weitem noch nicht durch. Trotzdem ist die glänzende Version mit den Streifen richtig klasse geworden und ich habe mich sehr geärgert, dass ich den Lack nicht sonderlich lange tragen konnte, weil ich ja noch mein richtiges Pink lackieren musste.
Mit dem matten Finish ist die Haltbarkeit von "Rose among thorns" nicht so glorreich - die Oberfläche bleibt doch ein bisschen empfindlich und ich habe mir sehr schnell Tipwear eingehandelt. Mit Topcoat habe ich den Lack leider nur kurz tragen können, aber da hat sich der China Glaze gut geschlagen. Obwohl er farblich nicht so ganz dem Fläschchen entspricht, finde ich den Lack absolut grandios und freue mich schon sehr darauf, ihn im Sommer wieder zu tragen!

Freitag, 10. Februar 2017

essie "RepStyle" Shake it up

Ich weiß gar nicht, ob ich die letzte Woche nun besonders anstrengend fand oder nicht - auf jeden Fall ist sie jetzt aber rum und ich habe mich mal wieder bemüht, einen meiner blauen Lacke auch fotografisch festzuhalten. Tragen ist für gewöhnlich kein Problem, aber das Fotografieren muss sich zeitlich hier auch mal wieder ein bisschen besser einrichten lassen... Ich hoffe ja noch immer, dass es bald wieder ein bisschen mehr Tageslicht gibt, auch wenn mein Lämpchen doch einen guten Dienst tut!

Heute gibt es einen meiner "Hot oder Schrott"-Lacke vom letzten Wichteln - das Päckchen war ja farblich doch perfekt abgestimmt für die Freitage und ich kann mich gar nicht so recht entscheiden, welchen Lack ich am liebsten auf den Nägeln haben möchte... Dieses Mal hat es dann den essie erwischt und ich war sehr gespannt, wie das denn mit dem Magnetisieren klappen würde.
"Shake it up" aus der "RepStyle"-Kollektion von essie hat noch eines der schmalen Pinselchen, trotzdem ließ sich der Lack damit gut lackieren. Die Konsistenz ist angenehm flüssig, die Deckkraft auch recht gut - hätte ich es geschafft, die erste Schicht ein bisschen gleichmäßiger aufzutragen, hätte sicherlich die schon gereicht, so wurden es aber die üblichen zwei Schichten. Die Trockenzeit ist in Ordnung, nicht superkurz, aber auch nicht übermäßig lang, also kann man hier auf einen Topcoat verzichten. Zwar ist der Lack ein klitzekleines bisschen streifig, aber das sieht auf den Fotos schlimmer aus als es mit bloßem Auge wirkt - und das würde man mit einem Topcoat eh nicht reduziert bekommen. Vom Glanz und der Ebenmäßigkeit her kommt "Shake it up" wunderbar ohne Hilfe aus und ist für mich ganz eindeutig einer der dunklen Blautöne, die man immer tragen kann!
Im Fläschchen wirkt der Lack ein bisschen silberner, da sich die Schimmerpartikelchen ja immer am Glas ablagern, auf den Nägeln ist aber das schöne Dunkelblau vorherrschend. Zwar erkennt man die etwas helleren Schimmerpartikel auf den Nägeln gut, insgesamt würde ich "Shake it up" aber doch als ein kühleres Marineblau einordnen. Ein schöner, edler Ton, der mit dem Schimmerfinish alles andere als langweilig wirkt, auch wenn der Farbunterschied zwischen den helleren Schimmerpartikelchen und dem dunkleren Lack, in dem sie eingelagert sind, nicht wirklich riesig ist. Im Prinzip könnte man den essie eigentlich auch so schon tragen (das habe ich logischerweise auch getan), aber natürlich war ich sehr gespannt, wie es sich hier mit dem Magneteffekt ausgehen würde. Der mitgelieferte Magnet ist am Flaschendeckel (den man nochmal zusätzlich abziehen kann) befestigt und lässt sich damit auch ganz gut handhaben - aber ich brauche meistens ein paar Anläufe, um ein ordentliches Ergebnis zu erhalten.
So war es auch bei "Shake it up" - der erste Versuch ging total in die Hose! Nachdem der Lack eh schon ein bisschen abgetragen war an den Nagelspitzen, musste ich so oder so eine dritte Schicht lackieren (die hat an der Farbintensität aber nichts geändert) und habe dann einen Nagel nach dem anderen magnetisiert. Da meine Nägel ja doch ein bisschen gebogen sind, hat sich das mit dem Muster nicht ganz so einfach gestaltet - am besten ist es dann noch auf dem Ringfinger herausgekommen, da kann man die Schuppen recht gut erkennen. Magnetisiert wird "Shake it up" dunkler, da sich die hellen Schimmerpartikel eben um den Magneten sammeln. Wie so oft ist es auch hier der Fall, dass da Muster im ersten Moment sehr scharf ist und dann ein bisschen auseinanderschwimmt, wenn man den Magneten nicht mehr drüberhält - mir ist es bisher nicht so recht gelungen, diesen Effekt zu reduzieren... Trotzdem kann man glaube ich noch ganz gut erkennen, was das hier sein soll! 
Auch wenn das Muster nicht perfekt geworden ist, finde ich den Effekt ganz hübsch - das nächste Mal sollte ich einfach dran denken, einen Teil des Nagels abzukleben, dann ist das Magnetmuster absichtlich nur auf einem Teil des Nagels zu finden... Mit meinen doch recht gebogenen Nägeln (vor allem der Zeige- und Mittelfinger sind da problematisch) funktioniert das einfach nicht so wirklich gut, da ich den Magneten sowohl nach oben und unten als auch nach links und rechts verschieben muss - und dann zerbröselt das Muster für gewöhnlich... Mit einem der neuen, etwas intensiveren Magneten, ließe sich aus "Shake it up" sicher auch ein tolles Ergebnis zaubern - dieses fast schwarze Dunkelblau finde ich ja ganz schön klasse und könnte mich auch mit einem komplett magnetisierten Ergebnis anfreunden! Trotzdem werde ich den essie künftig wohl eher ohne Magnet tragen - oder mal schauen, ob er nicht auch zum stempeln taugt oder so...
Ohne Topcoat ist die Haltbarkeit von "Shake it up" nicht so wirklich glorreich - am Abend des ersten Tages hatte ich schon erkennbare Tipwear und an der einen oder anderen Stelle ist mir auch ein Stückchen Lack abgeplatzt... Das lässt sich mit einer Schicht Topcoat sicher verhindern, sodass ich hier keinen Totalausfall attestieren würde. Immerhin lässt sich der Lack absolut problemfrei ablackieren und ich grüble mal, was sich mit dem noch so anstellen lässt!

Mittwoch, 8. Februar 2017

China Glaze "INK" 1011 Flying dragon

Auch wenn es gerade erst vor zwei Wochen am Mittwoch hier Pink war - heute ist Magenta dran. Eigentlich versuche ich ja, da ein bisschen abzuwechseln, dieses Mal ist mir das Ganze aber nicht so recht gelungen... Sei's drum - Magenta ist ja auch was anderes als Pink, das kann man ganz eindeutig daran erkennen, dass ich Magenta im Gegensatz zu seinem helleren Schwesterchen sehr gerne mag! Natürlich gibt es da ein paar Ähnlichkeiten - aber eben auch genug Unterschiede und ich hoffe sehr, dass man die auch heute in der Galerie erkennen wird!
 
Mein Lack für heute stand schon geraume Zeit lang fest - um ganz genau zu sein seit April letzten Jahres, denn da ist "Flying dragon" bei mir eingezogen... Bei dem Lack handelt es sich ja tatsächlich um einen Klassiker von China Glaze (zumindest die Variante, die ich habe - wenn ich richtig liege, gibt es den Lack in zwei Ausführungen) und ich habe mich riesig gefreut, ihn endlich lackieren zu können!
Zumindest, bis ich die erste Schicht Lack auf den Nägeln hatte, denn die hat mich doch ein bisschen desillusioniert... Da war nämlich von der knalligen Farbe, die das Fläschchen verspricht, auf den Nägeln nicht allzu viel zu sehen - zwar konnte ich hier und da die Glitterpartikel entdecken, ansonsten hatte ich aber eher einen Flickenteppich auf dem Nagel. Der ist zwar immerhin schnell getrocknet, da der Lack ein mattes Finish hat, sodass der Auftrag der zweiten Schicht recht zügig ging, aber deckend war "Flying dragon" danach noch immer nicht. Also musste eine dritte Schicht her und die hat dann zumindest das Nagelweiß abgedeckt - allerdings hatte ich dann auch eine sehr unebene Oberfläche auf den Nägeln, was natürlich durch die eher dünnflüssige Konsistenz und damit auch den ungleichmäßigen Auftrag bedingt ist. Obwohl mir klar war, dass der China Glaze matt ist, hatte ich mir doch ein etwas ebeneres Finish gewünscht - das Ergebnis sieht mit bloßem Auge zwar hübsch aus, aber die Kamera enthüllt dann doch die Unebenheiten...
Im Vergleich zum Fläschchen kommt "Flying dragon" auf den Nägeln mit seinem ursprünglichen Finish doch ein bisschen dunkler raus - dass es sich bei der Farbe aber um ein Magenta handelt, dürfte ziemlich eindeutig sein (die "andere" Version des Lacks ist übrigens ein dunkles Lila - das hätte nun partout nicht zur heutigen Farbvorgabe bei "Lacke in Farbe... und bunt!" gepasst!). Und falls das noch nicht klar genug sein sollte, hat China Glaze in die magentafarbene matte Base vorsichtshalber noch winzige, quadratische Glitterpartikel in Blau und Pink  reingepackt, um wirklich deutlich zu machen, dass das hier Magenta ist. Im matten Zustand sieht man die blauen Partikelchen auf den ersten Blick schon recht deutlich, die pinken fallen einem nicht gar so schnell ins Auge, sind aber auch durchaus präsent. Nachdem mich das Finish so pur doch ein bisschen geärgert hat, musste dann eine Schicht Topcoat drüber - und die hat bei dem Lack wahre Wunder bewirkt!
Farblich gab es einen interessanten Aufhellungseffekt, der den Lack auf den Nägeln dem Fläschchen ein wenig anglich und was die Partikelchen angeht, muss ich sagen, dass in glänzendem Zustand auch die pinken Teilchen deutlicher zutage treten. Insgesamt wirkt das Ergebnis somit auch gleichmäßiger und gefällt mir deutlich besser - und das, obwohl ich sonst ja wirklich auf mattes Finish stehe! "Flying dragon" mag ich allerdings glänzend lieber und obwohl ich den Lack mit seinem knalligen Neonfinish auch solo getragen hätte, wollte ich noch unbedingt bei Lenis Nailsreloadedchallenge mitmachen und das Thema vom Freitag umsetzen - dry brush! Eigentlich ist dry brush so gar nicht meine Technik, denn das Ergebnis wird immer unregelmäßig (soll ja schließlich auch so sein) und ich mag bekanntlich keine unberechenbaren Designs... Trotzdem habe ich mich mal am trockenen Gebürste probiert und habe zumindest festgestellt, dass es Lackpinsel gibt, die dafür besser und welche, die schlechter geeignet sind...
Mit MoYou's "Chill out" ging das ganz hervorragend, der breite Pinsel fächert sehr schön auf und man erkennt die Pinselstriche auf dem Basislack wirklich gut. Ich musste hier nur aufpassen, nicht zu viel Lack auf dem Pinsel zu haben, aber nach dem ersten Fehlversuch hatte ich das dann schnell raus. Ganz anders sah das dann mit "Rose among thorns" von China Glaze aus - das ist eigentlich ein korallpinker Neonlack, der sich aber mit dem feinen Pinsel nur schwer auf den Nagel bringen ließ. Mag wohl auch am matten Finish liegen, aber da ließen sich nicht so einfach hübsche Pinselstriche auf dem Nagel produzieren. Trotzdem ist das Ergebnis ja durchaus gelungen, auch wenn ohne Topcoat der Basislack ein kleines bisschen unter geht. Eine Glanzschicht hilft dann doch, auch wieder die Glitzerpartikelchen ein bisschen aus dem Lack herauszukitzeln und ich muss ja auch sagen, dass ich ein bisschen Blut geleckt habe und bestimmt demnächst noch ein bisschen mit diversen anderen Lacken rumspielen werde...
Zur Haltbarkeit von "Flying dragon" habe ich ehrlich gesagt im Originalfinish nicht allzu viel Positives zu berichten - am ersten Tag hatten sich bei mir schon beide Daumen verabschiedet und auch an dem einen oder anderen Nagel meldeten sich Eckchen ab... Das ist nun sicher dem matten Finish geschuldet, aber trotzdem ärgerlich. Mit Topcoat sieht das Ganze dann schon anders aus, logisch - und ich mag das glänzende Finish ja eh mehr, also passt das schon!

Ich bin heute auf die Galerie mal wieder sehr gespannt - es gibt noch so ein paar weitere Klassiker, die zu Magenta bestimmt wieder auftauchen werden... Ansonsten freue ich mich schonmal auf die nächste Woche, denn dann ist Hellblau dran!