Montag, 29. August 2016

Die Shannara Chroniken - Das Schwert der Elfen - Terry Brooks

Als ich vor geraumer Zeit eher zufällig auf  "The Shannara Chronicles" aufmerksam wurde (die Serie lief nicht gerade auf einem der Sender, die ich regelmäßig sehe - und ich weiß ehrlich gesagt auch gar nicht, wo mir ein Trailer zur Serie begegnete), musste ich natürlich gleich mal Tante Google befragen, was es denn mit diesen Elfen und Bäumen so auf sich hatte. Dass die Serie auf einem Buch beruhte, war wenig verwunderlich - dass es sich bei diesem um einen ganz alten Schinken aus den 70ern handelte, doch schon eher.

Da Bücher bekanntlich immer besser sind als ihre Verfilmungen (außer, die Bücher werden nach den Filmen geschrieben - da sieht es dann wohl auch mal anders aus), musste ich natürlich auch mal einen Blick in die Bücher werfen und habe, wie es sich gehört, mit dem ersten Teil angefangen und nicht mit dem verfilmten zweiten.
Ein Blick auf den Klappentext (der leider Shae statt Shea Ohmsford als Protagonisten nennt - peinlicher kleiner Typo, der mir auch erst aufgefallen ist, als ich mit dem Buch fast durch war) verrät, dass immerhin ein bekannter Charakter in diese Teil auftaucht - der "Zauberer" oder Druide Allanon. Den fand ich übrigens mehr als grandios mit Manu Bennett besetzt und muss auch nach der Literaturvorlage sagen, dass die Beschreibung des Charakters (die zugegebenerweise mit "groß und dunkel gekleidet" recht knapp ist) zum Schauspieler passt.

Ansonsten ist "Das Schwert der Elfen" die Vorgeschichte zur Serie, die zwei Generationen zurück liegt - Shea ist also der Großvater von Will, kommt aber genauso unverhofft zu seiner tragenden Rolle wie sein Enkel. Parallelen in der Story sind aber nicht nur zum Folgeband zu sehen, sondern vor allem auch zu Tolkien und zwar sowohl in der teils ausufernden Schreibweise, die den Verlauf der Geschichte teilweise in die Länge zieht, als auch in der generellen Aufmachung: Ein unbedarfter Jüngling scheint die einzige Rettung zu sein und macht sich mit einigen Begleitern auf, das große Böse zu besiegen. Bei Terry Brooks ist es eben ein Halbelf, der mit einem Druiden, zwei Elfen, einem Zwerg und zwei in der Kriegskunst bewanderten Menschen von königlichem Geblüt unterwegs ist, ein Schwert zu finden und einen bösen Hexenmeister an der Übernahme der Weltherrschaft zu hindern. Ein Schelm, wer hier Parallelen sieht...

Auch die eine oder andere Szene in den Chroniken lässt den Einfluss des großen Meisters erkennen, aber Brooks schafft es dennoch, die postapokalyptische Fantasywelt mit eigenem Leben zu füllen und sie dem Leser anschaulich näherzubringen. Seien es die kleinen fiesen Gnome, die unseren Helden feindlich gesonnen sind, oder auch die grobschlächtigen Trolle, die als primitive Wesen angesehen werden, aber doch auch ihre eigene Kultur haben - mit Brooks' Beschreibungen hat man schnell ein sehr klares Bild von der Szenerie im Kopf und kann auch die Atmosphäre gut nachvollziehen. Die Wege unseres kleinen Grüppchens trennen sich durch unglükliche Umstände und Shea muss sich alleine durchschlagen, trifft dabei unverhofft auf Unterstützung und kann auch dadurch seinen bescheidenen, da hinterwäldlerischen, Horizont erweitern - auch wenn die Charakterentwicklung teilweise ein bisschen holterdipolter den Verlauf der Geschehnisse sicherstellen muss und dadurch etwas kürzer kommt.

Insgesamt sind unsere Protagonisten auch eher klassisch-stereotyp entsprechend ihrer Völker bzw. Klassen gestaltet - während der Zwerg Hendel eher grobschlächtig-einfach, aber auch erfahren und zutiefst loyal ist, sind die Elfenbrüder eher feinsinnig und bedacht, aber nicht weniger engagiert. Unsere Menschen-Prinzen zeigen dafür mal ihre emotionalen Seiten und opfern sich selbstverständlich für ihr Land und Volk auf - und so kann man als Fantasyleser viele Häkchen an die üblichen Klischees machen. Trotzdem überspannt Brooks den Bogen nicht, sondern gibt jeder Figur auch ihre Besonderheiten, die sie liebenswürdig machen und den Leser auch mit ihr lachen oder leiden lassen. Ähnlich sieht es auch mit der Geschichte aus - viele bekannte Prinzipien, die teilweise ein wenig ausgelutscht werden (so manche Kampfbeschreibungen fand ich nicht nur langweilig, sondern auch fad und überflüssig), aber in der Summe ist das Buch eine Runde Sache.

Gerade gegen Ende des Buches nimmt die Geschichte an Geschwindigkeit zu und die Ereignisse überschlagen sich ein wenig - während sich zuvor die beschwerliche Reise durch das Ödland auch im Lesefluss eher dahingezogen hat. Insgesamt fällt mir die Story am Schluss aber ein bisschen flott ab und könnte was die relevanten Aspekte angeht ein wenig ausführlicher sein, aber nach über 40 Jahren wird da wohl niemand mehr etwas ändern. An einigen fehlerhaften Satzkonstruktionen könnte man aber noch feilen - dann wäre das Lesevergnügen nämlich noch ein bisschen größer und man müsste einige Teile nicht mehrfach lesen, um ihren Sinn zu erkennen. Trotzdem bin ich natürlich sehr gespannt auf den zweiten Teil und hoffe, den einen oder anderen Eindruck aus der Serie hier noch widerlegen zu können...

"Die Shannara Chroniken - Das Schwert der Elfen" wurde mir freundlicherweise von blanvalet zur Verfügung gestellt.

Sonntag, 28. August 2016

KBShimmer "What's your damage?"

Zum Ende des Monats darf ich auch noch bei "Wir lackieren..." von Lotte und Tine mitmachen - einen passenden Lack habe ich nämlich tatsächlich im Petto! Allerdings ist an dem auch Lotte schuld, denn sie fand "What's your damage?" lackiert gar nicht so grandios, während ich den Lack auf ihren Nägeln wirklich toll fand - und so durfte ich ihn dann aus einem Päckchen befreien.

Am Liebsten hätte ich ja Weiß auf einen Mittwoch im August gepackt, aber das ging sich irgendwie nicht aus, also gibt es den Lack heute und er passt auch ein kleines bisschen, denn stellenweise ist heute tatsächlich auch so richtig Sommer draußen!
Ich hatte mich beim Lackieren schon darauf eingestellt, dass da eine Menge Glitterkrams drin ist - aber mit so vielen Partikeln hatte ich dann irgendwie doch nicht gerechnet. In der ersten Schicht hatte ich schon viele Partikelchen auf dem Nagel - aber dafür kaum Lack als Base. Ganz im Gegensatz zu anderen Jellies mit Glitter, bei denen man nach den Teilchen fischen muss, muss man bei "What's your damage?" eher aufpassen, nicht zu viele bunte Partikel auf die Nägel zu bekommen. Mit der Deckkraft war es darum ein bisschen schwierig - die zweite Schicht war noch nicht ausreichend dicht, um mein Nagelweiß zu verdecken, also musste noch eine dritte Schicht her. Die Trockenzeit des Lacks ist ganz okay, sodass das unproblematisch ist, aber drei Mal sehr konzentriert lackieren, damit man auch die bunten Flecken ein wenig verteilt, ist schon nicht ohne.
Als die dritte Schicht dann ziemlich deckend war, war auch schnell klar: Ohne Topcoat sieht "What's your damage?" absolut uneben und auch unfertig aus. Die vielen Glitterpartikel (Riesenhexagons in Schwarz, Neonpink und Neongrün, dazu normalgroße Hexagons in allen drei Farben, Quadrate in Pink und Grün, schwarze Kreise und winziger Hexglitter in Pink und Grün - garniert mit sämtlichem Schnittmüll, der vom Schwarz übergeblieben ist) führen zu einer sehr unansehnlichen Oberfläche, da das eine oder andere Teilchen auch mal absteht. Eine (oder auch gerne zwei) großzügige Schichten eines dickflüssigeren Topcoats schaffen da allerdings Abhilfe und lassen das Finish auch ein bisschen mehr Glänzen. Da die Partikelchen in ganz unterschiedlichen Tiefen liegen, hat man hier auch unterschiedliche Farbeindrücke und das Ergebnis ist trotz der ungleichen Verteilung einfach nur klasse!
Die Neonteilchen liegen zwar nicht direkt obenauf und strahlen somit nicht besonders aus dem Weiß heraus, aber ich finde die Kombination einfach cool und würde mal glatt behaupten, dass das mein absoluter Favorit an weißen Lacken sein dürfte. Dabei bin ich sonst ja kein Freund von so wilden Glitterjellies, weil sie eben nicht so berechenbar sind und sich die Partikel auch meistens nicht so richtig arrangieren lassen (das ist hier übrigens nicht anders - man kann die Teilchen zwar ein bisschen rumschieben, aber schnell nimmt man auch ein bisschen was von der Lackbasis mit und das führt dann zu noch mehr Unebenheiten). "What's your damage?" ist definitiv ein Lack, der für sich steht und als Solist einen ganz hervorragenden Eindruck macht - und ich habe lange überlegt, ob er auch ein Design verträgt. Letztlich hätte aber wohl alles von den Besonderheiten des Lacks abgelenkt, also habe ich auf verzweifelte Versuche, die dann doch scheitern würden, verzichtet.
Nur an einer Sache habe ich mich versucht - und zwar an einem matten Überlack, der das glänzende Weiß in eine leicht satinierte Oberfläche verwandelt hat, die die Glitterpartikel aus meiner Sicht noch ein bisschen mehr in den Vordergrund stellt als es das glänzende Finish getan hat. Die Partikelchen verlieren zwar einen Hauch an Farbintensität, aber das Weiß wird auch irgendwie sanfter und weißer und mir gefällt der Lack mattiert noch ein bisschen besser als glänzend. Er passt zwar in beiden Versionen hervorragend in den Sommer (für einen Winterlack sind mir die Neonfarben wohl ein bisschen zu knallig) und macht mir einfach gute Laune - zwar wäre ich selbst nie auf die Idee gekommen, die Farben so miteinander zu kombinieren, aber irgendwie hat das einfach was. Und die mattierte Version hat mich auch davon überzeugt, dass "What's your damage?" mit eine Stamping oder ähnlichem nur schlimmer aussehen könnte...
Die Haltbarkeit des KBShimmer ist ganz ok, aber nicht herausragend - gerade an den Spitzen trägt sich der Lack dann doch recht zügig ab, leider. Aber im Großen und Ganzen ist das doch ein wirklich fescher Lack, bei dem ich auch die ein bisschen nervigere Ablackiererei in Kauf nehme. Die Farbkombination hat mich einfach überzeugt; einen Hauch perfekter wäre der Lack nur noch, wenn da keine "verschnittenen" schwarzen Reste mehr drin wären...

Samstag, 27. August 2016

Alverde "Seifenblasentraum"

Eigentlich nehme ich mir ja immer wieder vor, keine Einzelsachets von Badezusätzen mehr zu kaufen, sondern nur noch Flaschen... Aber wenn man dann so im Laden steht und sich noch ein kleines Goodie mitnehmen will, dann wird es häufig doch ein Badeblubb. Meistens vertraue ich ja auf die Reviews von Marina und Chrissi, aber als ich das letzte Mal bei dm stand, hatte ich keinen Schimmer mehr, ob die Zusätze von alverde ein gutes oder ein schlechtes Feedback bekommen hatten - also durfte der Seifenblasentraum mit.

Das Sachet mit 25ml Inhalt kostet 95 Cent, liegt also im durchaus üblichen Bereich für solche Zusätze. Ich muss ehrlich sagen, dass ich normalerweise Sachets mit flüssigem Inhalt meide, aber hier hat mich wohl einfach die Seifenblasen-Optik am richtigen Tag auf dem richtigen (oder falschen, wie man das eben sehen will) Fuß erwischt und das Tütchen wanderte in meine Einkaufstasche.

Ich glaube, das ist mein erster Zusatz von alverde und ich war doch sehr neugierig, wie er sich so schlagen würde. "Schaumbad zum Träumen" klingt ja sehr fein, erst ein Blick auf die Rückseite verrät, dass hier Apfelminze und Brombeere für den Dufteindruck sorgen sollen. Eine Kombination, unter der ich mir nicht so sonderlich viel vorstellen konnte, die mir im ersten Moment aber zumindest nicht suspekt vorkam. Mit fruchtigen Düften kann ich gut, also war ich sehr gespannt - und beim Öffnen des Sachets auch ein wenig enttäuscht, denn sonderlich intensiv war der Duft nicht.

Wenn schon der Zusatz selbst eher dezent duftet, haben Badewasser und -schaum ja gar keine Chance und das bestätigte sich hier leider auch. Der leicht süßlich-fruchtige Duft ist ganz nett, aber außer beim Schnuppern am Tütchen später auch nicht mehr wahrnehmbar.

Ein Blick auf die INCIs zeigt eine überschaubare Liste, die neben etwas Aloe Vera Saft und "Feuchtigkeitsfaktoren" keine großartigen Pflegestoffe beinhaltet - aber die werden auch nicht versprochen.

Das leicht gelbliche Gel wurde also in die Wanne gekippt und dann habe ich auch das Sachet noch ordentlich ausgepült - durch die flüssige Konsistenz bleibt ja doch noch so einiges am Rand hängen. Wenn man sich jetzt die Reviews der beiden Mädels anschaut, ist da nur wenig Schaum in der Wanne erkennbar - bei mir hat das Zeug wie irre Schaum verursacht. Das liegt aber auch daran, dass das Wasser aus meinem Hahn mit einer ganzen Menge Druck rauskommt (beim Duschen drehe ich meistens nicht voll auf, weil mir das dann doch ein bisschen zu heftig ist) und damit auch die Schaumbildung viel schneller und einfacher geht.

Meine Wanne hatte sich also schön mit Schaum gefüllt, der nicht zu fein ist, sondern auch ein paar größere Bläschchen enthält. Das "Schaumbad zum Träumen" trifft es also wirklich ganz gut, auch was die Haltbarkeit angeht. Mit meinem Buch in der Wanne liege ich meistens länger als die empfohlenen 15 Minuten und der Seifenblasentraum hielt auch sehr gut durch. Auch als Shampoo und Duschgel mit ins Spiel kamen, ist das Ganze nicht sofort in sich zusammengefallen, sondern löste sich recht langsam auf - so muss das sein!

Ich befürchte ja, dass ich mit meiner neuen Wanne hier nicht wirklich einen guten Vergleichsmaßstab setze (ich fürchte ja ein bisschen, dass ich hier wirklich alles zum Schäumen kriege...), aber ich mag den Badezusatz von der Schaumbildung her gern. Das Manko ist hier eher der fehlende Duft, darum wird der Seifenblasentraum wahrscheinlich nicht noch einmal bei mir in die Wanne kommen - aber vielleicht probiere ich mal die blumige Version, mal sehen!

Freitag, 26. August 2016

Catherine Classic Lac 254 "No purple rain"

Sooo, endlich wieder in der eigenen (natürlich noch immer nicht komplett eingerichteten) Wohnung, endlich wieder mein eigenes, gut funktionierendes WLAN und ein Haufen Kram, der natürlich noch immer erledigt werden will. Unter anderem, das Posting für den "Blue Friday", das ich eigentlich für heute Vormittag vorbereiten wollte - aber dann hat mir die Uploadgeschwindigkeit im Hotel einen Strich durch die Rechnung gemacht...

Besser spät als nie (das könnte momentan zu meinem generellen Motto werden, habe ich so ein bisschen das Gefühl), denn lackiert hatte ich den Lack tatsächlich pünktlich in dieser Woche - das hat nämlich im Hotel hervorragend geklappt!
"No purple rain" von Catherine by Natascha Ochsenknecht hat mir Lotte vermacht - ihre "abgetragenen" blauen Lacke landen in etwa genau so häufig bei mir, wie meine rosanen Varianten dann mal in ihrer Sammlung vorbeischauen. Und auch wenn "No purple rain" kein superspezieller Lack ist, ist das doch ein Blau ganz nach meinem Geschmack! Der Auftrag ging mit dem breit auffächernden Pinsel problemfrei, allerdings ist mir die Konsistenz des Lacks doch einen kleinen Hauch zu flüssig - ich musste doch sehr aufpassen, dass mir nicht Lack in die Nagelhäute und vor allem an den Seiten entlanggelaufen ist. Die erste Schicht war bei mir noch nicht ganz deckend, obwohl schon ein ganz ordentlicher Farbton zu erkennen war. Mit einer zweiten Schicht kam dann das strahlende Blau sehr schön raus, dank der recht kurzen Trockenzeit, war das auch kein Problem.
Ohne Topcoat hat der Lack schon einen sehr schönen Glanz, da ich aber abends lackiert habe und verhindern wollte, dass sich doch irgendwo noch ein Abdruck von der Bettdecke einfindet, gab es eine Schicht schnelltrocknenden Überlack drüber. Dann funkelt "No purple rain" noch einen Hauch mehr, an der minimalen Streifigkeit des Lacks ändert das allerdings nichts. Allerdings muss ich auch gestehen, dass die Pinselführung mit bloßem Auge kaum erkennbar und beim Lackieren auch nicht verhinderbar ist, lediglich die Kamera hebt das so ein bisschen in den Vordergrund. Durch den Schimmer strahlt der Lack aber so richtig schön in seinem Mittelblau und ist farblich ein absolutes Zückerchen. Ich kann zwar nicht unbedingt viel mit der Schöpferin der Kollektion anfangen - aber der Blauton ist absolut gelungen!
Egal ob im normalen Tageslicht oder im prallen Sonnenschein - "No purple rain" überzeugt mit seinem intensiven Farbton und ist auch schon für sich ein toller Lack - aber natürlich wollte ich noch ein bisschen was draufpinseln... Oder eher stempeln, denn für was anderes fehlte mir noch das Material. Mit der Holy Shapes 05 und "Chill out" habe ich das Dreiecksmuster (ein gefülltes Dreieck mit zwei Linien drüber) in unterschiedlichen Positionen auf die Nägel gepackt - und da das Licht im Hotel nicht gar so optimal war, ist mir der Stamper natürlich ein bisschen verrutscht und es ist nicht alles so symmetrisch geworden, wie ich es mir gewünscht hätte. Aber der Kontrast von schimmerndem Lack und cremigem Stamping gefällt mir sehr gut, auch wenn ich mir mit dem (passenden Catherine-)Topcoat mal wieder ein bisschen die Linien verwischt habe...
Was Hans nicht lernt, lernt Hänschen nimmermehr und so langsam gebe ich es auch auf - manchmal geht es einfach nicht anders und das blöde Stamping verwischt einfach. Zwar finde ich die MoYou-Stempellacke deutlich wischfester als viele andere Lacke, aber da der Versand von Lacken jetzt separaten Versand kostet, werde ich mir wohl keine weiteren zulegen. Auch hier muss man aber natürlich sagen, dass die leichten Schlieren nur den Profis mit Adleraugen auffallen - auf normale Entfernung ist da nichts zu erkennen, da fällt doch das Muster eher auf. Im Übrigen glaube ich, dass ich mich so langsam auch mit den Holy Shapes anfreunde, gerade, wenn man die Motive ein bisschen kombiniert, könnte sich da so einiges draus machen lassen! Ich befürchte, dass ich mit dem Rabatt dieses Wochenende doch noch ein paar Platten vor der Preissteigerung bestellen muss...
Tja und "No purple rain" hat sich gar nicht so übel geschlagen - davon ab, dass man bei dem Lack Tipwear doch ganz schön schnell sieht. Gerade bei Blau finde ich ja abgewetzte Tips sehr unschön, sodass ich mir nicht sicher bin, ob ich dem Lack noch eine zweite Chance geben soll oder ihn nicht doch einfach mal aussortiere...

Mittwoch, 24. August 2016

essence "Show your feet" 10 In the jungle

Hach ja, dieses Leben im Hotel ist schon irgendwie ein bisschen seltsam - und vor allem ganz schön faul, weil ich hier auch gar nicht das machen kann, was ich zu Hause sonst machen würde. Aber irgendwie habe ich viel mehr Zeit, mir die Nägel zu lackieren - eben weil es auch nicht so viele Dinge gibt, die ich stattdessen machen will! Ganz brav habe ich mir natürlich einen Lack mitgenommen, um ihn für die heutige Runde "Lacke in Farbe... und bunt!" auf die Nägel zu packen.

"In the jungle" von essence aus der "Show your feet"-Reihe ist trotz des "new"-Stickers alles andere als neu - ich habe ehrlich gesagt gar keinen Schimmer mehr, wie viele Jahre der Lack schon in meinem Schränkchen stand und auf seinen großen Auftritt. Ich hatte ihn schon die letzten Runden immer mal wieder in der Hand, aber irgendwie wurde er immer ausgestochen.
"In the jungle" gehört zwar eigentlich nicht auf die Hände, sondern auf die Füße - aber seien wir mal ehrlich, das ignoriere ich sowieso immer und ich weiß auch nicht, warum man das Grün nicht auch auf den Patschehändchen tragen sollte. Der Auftrag des Lacks ist mit dem gerade geschnittenen Pinsel überhaupt kein Problem, die Konsistenz ist auch nach langer Stehzeit noch perfekt - das einzige Manko bei dem Lack ist lediglich die Deckkraft. Obwohl die Farbe ja im Fläschchen durchaus auch recht intensiv aussieht, braucht "In the jungle" mindestens zwei, wenn nicht sogar drei Schichten für eine perfekte Deckkraft und ein gleichmäßiges Ergebnis. Der Lack ist einfach nicht so dicht gepackt mit Pigmenten, sondern da ein wenig schwach auf der Brust - aber das macht dank einer recht kurzen Trockenzeit nicht wirklich viel aus; wenn man nicht ein bisschen Glanz braucht, könnte man hier auch auf den Topcoat verzichten.
Mir war das Finish bei der Farbe einfach ein wenig zu stumpf, also habe ich noch einen Topcoat drübergepinselt, der den Glanz doch deutlich intensiviert hat. Farblich ist "In the jungle" ein toller, mittelgrüner Ton, der eher auf der kühleren Seite angesiedelt ist. So ein richtiges Wiesengrün ist das auch im pralle Sonnenschein nicht - den habe ich aber leider nicht zu Fotozeiten gehabt. Mit dem Cremefinish gehört der Lack doch eher zur einfachen Sorte und kann nicht mit Besonderheiten aufwarten, ich finde aber auch, dass die Farbe durchaus für sich spricht und dieser kühl angehauchte Grünton mit diesem Finish sehr gut zur Geltung kommt. Sicherlich würde ihm ein Holo-Finish auch gut stehen, aber irgendwie bin ich momentan doch mal wieder auf dem Creme-Trip und kann mich an der Schlichtheit des Lacks sehr erfreuen.
Irgendwann heißt es aber dann doch mal, dass der Lack noch ein bisschen gepimpt werden will - und wäre ich vorher schlauer gewesen, hätte ich meinen Holotopper eingepackt, aber nunja. Also musste ich mit dem Vorlieb nehmen, was ich zur Hand hatte - und das war unter anderem eine neue Stampingplatte von Bornpretty. Mit der X-Serie sind jetzt auch einige quadratische Platten erhältlich und die BP-X11 lachte mich mit den Katzenmotiven doch sehr an, also wurde sie jetzt auch in Betrieb genommen. Als Stampinglack durfte mal wieder "White knight" von MoYou London ran (mit der Auswahl hab' ich's ja gerade nicht so) und ich habe zwei der Solokätzchen und das Fullcover-Pfotenmotiv gewählt. Die Motive ließen sich nicht ganz so einfach auf den Stamper übertragen, das könnte aber auch daran gelegen haben, dass ich beim Abziehen mal wieder ein bisschen zu fest gedrückt habe. Nach ein, zwei Probeversuchen hat es dann aber doch weitestgehend geklappt.
Kleine Lücken in den Pfötchen finde ich gar nicht so schlimm, allerdings hätte ich mir bei der Mieze auf dem Mittelfinger doch eine etwas sattere und gleichmäßigere Füllung gewünscht. Sei's drum - ich mag die Motive sehr und freue mich schon darauf, noch ein bisschen mit der Platte rumzuspielen, das werde ich aber ausgiebiger doch lieber zu Hause machen. Um dann doch noch ein bisschen was Besonderes ins Finish zu bringen, habe ich das Stamping nicht mit einem normalen Topcoat versiegelt, sondern auf den "Sparkle sand"-Topper von essence zurückgegriffen. Leider ist der Effekt nicht gar so einfach auf Bild zu bannen - durch die Reflektionen scheint das alles ein bisschen krisseliger als es mit bloßem Auge ist. Aber das leicht raue Finish finde ich einfach klasse (passt ja auch durchaus zu den Miezetatzen) und der Topper übertüncht auch das Stamping nicht übermäßig.
Haltbarkeitsmäßig schlägt sich "In the jungle" recht solide, auch wenn Tipwear hier natürlich recht zügig erkennbar ist. Dank der eher geringen Pigmentierung ist das dann auch ziemlich deutlich, aber auch nicht drastischer als bei anderen Lacken. Beim Ablackieren ist der Lack dankenswerterweise ganz brav und lässt sich ohne Schlieren, Stains und sonstige Probleme zügig entfernen.

Die Stampingplatte mir freundlicherweise von Bornpretty zur Verfügung gestellt, mit dem Code JAAX31 gibt es 10% Rabatt.

Auf die heutige Galerie bin ich schon sehr gespannt - irgendwie habe ich ja in letzter Zeit doch eine gewisse Vorliebe für grüne Lacke entwickelt. Da sich in der kommenden Woche ja der Sommer wieder melden soll, hat meine Lackglaskugel "Gelb" als nächste Vorgabe rausgespuckt - auch wenn ich die Farbe schwierig finde, gibt das doch noch einmal die Gelegenheit für etwas Sommerfeeling!