Mittwoch, 31. August 2016

Make up Factory 563 Soft banana

Mal wieder ist es Mittwoch - und ich weiß gar nicht so recht, wo die Zeit geblieben ist! Trotzdem ist heute Gelb bei "Lacke in Farbe... und bunt!" dran und mich hat das mal wieder vor eine kleine Herausforderung gestellt - gelbe Lacke gehören nämlich eindeutig zu der Farbrange, von der ich mit am wenigsten haben dürfte! Aber ein Lack ist mir noch untergekommen, der bisher nicht auf dem Blog aufgetaucht ist, da fiel dann die Wahl nicht schwer.

"Soft banana" von Make up Factory gehört auch schon seit längerer Zeit zu meiner Sammlung, ich befürchte allerdings, dass ich ihn bisher noch nichtmal für ein Nailart benutzt habe... Jetzt bekommt er aber seinen wohlverdienten Auftritt - um dann wahrscheinlich wieder in der Versenkung zu verschwinden *hüstelchen*.
Der Pinsel ist wie eigentlich immer bei Make up Factory unproblematisch und fächert wirklich gut auf, allerdings muss man entweder mit der unhandlichen eckigen Kappe oder nur mit dem winzigen Plastikhalter lackieren. Die Konsistenz des Lacks ist angenehm flüssig und lässt sich gut auf dem Nagel verteilen - wird aber leider nicht ganz gleichmäßig beim Auftrag. Auch die Deckkraft ist leider nicht ganz so gut, mindestens drei Schichten braucht "Soft banana" schon, um das Nagelweiß ordentlich abzudecken. Die zweite Schicht bringt zwar schon ordentlich Farbe auf den Nagel, allerdings ist das Ergebnis noch fleckig und ungleichmäßig, die dritte Schicht gleicht das dann weitestgehend aus. Allerdings ist das Finish auch dann noch uneben, sodass ein Topcoat Pflicht ist - der sichert dann auch eine angenehme Trockenzeit, die bei den drei Schichten auch zu wünschen übrig lässt.
Farblich ist "Soft banana" doch recht eindeutig ein Gelbton - und das "Soft" deutet eigentlich auf einen etwas gedeckteren, nicht übermäßig knalligen Lack hin. Das trifft für den Lack durchaus auch zu, so lange er nicht im Sonnenschein betrachtet wird - da legt er nämlich ganz schön an Farbe zu und erstrahlt in einem traumhaften Sonnengelb. Der Blick auf das Fläschchen zeigt, dass der Lack auf den Nägeln ein wenig intensiver ist als man erwarten würde. Mit seinem Cremefinish kommt "Soft banana" eher klassisch daher - das passt aber natürlich auch hervorragend zur Banane (außer, man würde matten braunen Glitter in den gelben Lack streuen, das wäre wohl auch noch sehr bananig), ist aber eben nicht sonderlich speziell. Durch den Topcoat hat die Banane aber einen schönen Glanz und gefällt mir gar nicht mal so schlecht - vor allem, wenn man sie mal im normalen Tageslicht ohne direkte Sonneneinstrahlung betrachtet. Da ist der Farbton dann tatsächlich ein wenig gedeckter, ohne aber zu sehr ins Pastellige zu gehen.
Zu meinem Erstaunen hat sich der Farbton gar nicht so sehr mit meinem Hautton gebissen und sah sogar recht ansehnlich aus. Allerdings war mir das pure Gelb dann doch schnell zu langweilig und es musste irgendein Design her. Ich musste echt grübeln, welche Farbkombination da so ein bisschen geschickt wäre - einfach nur Schwarz wollte ich nämlich nicht haben, allerdings finde ich Gelb auch nicht gar so einfach zu kombinieren. Da aber die Sonne auch so schön vom Himmel brannte, sollte es ein passendes, sommerliches Motiv werden, also habe ich mir meine Tropical 20 von MoYou geschnappt und das Papageien-Motiv mit Blütenrand gewählt. Der Papagei durfte schwarz bleiben, die Blüten außenrum habe ich mit dem neonroten Lack von Primark bepinselt und das Motiv dann tatsächlich gut auf den Ringfinger gebracht. Auf die übrigen Nägel kamen dann Hibiskusblüten von meinem Dupe der MoYou Mother Nature 11, damit der Papageienrahmen ein wenig aufgenommen wird.
Zwar ist der Primark-Lack nicht mehr so wirklich rot, sondern kommt eher pinkig rüber, gefällt mir aber auf dem Gelb ganz gut. Auf jeden Fall wirken Farb- und Motivkombination recht sommerlich und haben mir gute Laune gemacht. Anstatt das Ganze mit einem normalen Topcat zu versiegeln, habe ich über die Blüten den goldenen Topper von p2 und dann über alles eine Schicht matten Topcoats gepinselt. So wurde die Banane vor allem auch ohne Sonneneinstrahlung noch ein bisschen softer und gefällt mir sogar so richtig gut - mit mattem Finish hätte ich den Lack vielleicht auch solo ein bisschen länger getragen. Aber so durfte eben der Papagei ein bisschen auf den Nägeln bleiben, auch wenn ich mit der Farbe der Hibiskusblüten noch nicht ganz glücklich bin, die sind dann doch fast ein bisschen zu dezent geraten - mit einem intensiveren Rotton wäre ich vielleicht zufriedener, aber im Nachhinein ist man bekanntlich immer schlauer!
Zur Haltbarkeit von "Soft banana" kann ich zugegebenermaßen nicht allzu viel sagen - ich habe den Lack nämlich nur knapp zweieinhalb Tage getragen, dann war mir das Gelb dann einfach genug. Ablackieren war dafür dank des Cremefinishes kein Problem und auch wenn mich der Lack nicht überzeugt hat, ist die Farbe gar nicht mal so übel!

"Soft banana" wurde mir kosten- und bedingungslos von Make up Factory zur Verfügung gestellt.

Mit einem echten Knaller wartet dafür Ida heute auf und zeigt uns einen tollen, wirklich mal so richtig quietschegelben Lack von Wynie:
http://heartshapeddream.blogspot.com/2016/08/wynie-neongelb.html
Bevor hier gleich die Galerie aufgeht und nochmal so richtig auf Sommer macht (hoffe ich zumindest!), gibt es noch die Vorgabe für nächste Woche und die macht so richtig einen auf Herbst: Um den Kontrast zum heutigen hellen Gelb sicherzustellen, ist Aubergine dran - also so richtig, richtig, richtig dunkles Lila!


Montag, 29. August 2016

Die Shannara Chroniken - Das Schwert der Elfen - Terry Brooks

Als ich vor geraumer Zeit eher zufällig auf  "The Shannara Chronicles" aufmerksam wurde (die Serie lief nicht gerade auf einem der Sender, die ich regelmäßig sehe - und ich weiß ehrlich gesagt auch gar nicht, wo mir ein Trailer zur Serie begegnete), musste ich natürlich gleich mal Tante Google befragen, was es denn mit diesen Elfen und Bäumen so auf sich hatte. Dass die Serie auf einem Buch beruhte, war wenig verwunderlich - dass es sich bei diesem um einen ganz alten Schinken aus den 70ern handelte, doch schon eher.

Da Bücher bekanntlich immer besser sind als ihre Verfilmungen (außer, die Bücher werden nach den Filmen geschrieben - da sieht es dann wohl auch mal anders aus), musste ich natürlich auch mal einen Blick in die Bücher werfen und habe, wie es sich gehört, mit dem ersten Teil angefangen und nicht mit dem verfilmten zweiten.
Ein Blick auf den Klappentext (der leider Shae statt Shea Ohmsford als Protagonisten nennt - peinlicher kleiner Typo, der mir auch erst aufgefallen ist, als ich mit dem Buch fast durch war) verrät, dass immerhin ein bekannter Charakter in diese Teil auftaucht - der "Zauberer" oder Druide Allanon. Den fand ich übrigens mehr als grandios mit Manu Bennett besetzt und muss auch nach der Literaturvorlage sagen, dass die Beschreibung des Charakters (die zugegebenerweise mit "groß und dunkel gekleidet" recht knapp ist) zum Schauspieler passt.

Ansonsten ist "Das Schwert der Elfen" die Vorgeschichte zur Serie, die zwei Generationen zurück liegt - Shea ist also der Großvater von Will, kommt aber genauso unverhofft zu seiner tragenden Rolle wie sein Enkel. Parallelen in der Story sind aber nicht nur zum Folgeband zu sehen, sondern vor allem auch zu Tolkien und zwar sowohl in der teils ausufernden Schreibweise, die den Verlauf der Geschichte teilweise in die Länge zieht, als auch in der generellen Aufmachung: Ein unbedarfter Jüngling scheint die einzige Rettung zu sein und macht sich mit einigen Begleitern auf, das große Böse zu besiegen. Bei Terry Brooks ist es eben ein Halbelf, der mit einem Druiden, zwei Elfen, einem Zwerg und zwei in der Kriegskunst bewanderten Menschen von königlichem Geblüt unterwegs ist, ein Schwert zu finden und einen bösen Hexenmeister an der Übernahme der Weltherrschaft zu hindern. Ein Schelm, wer hier Parallelen sieht...

Auch die eine oder andere Szene in den Chroniken lässt den Einfluss des großen Meisters erkennen, aber Brooks schafft es dennoch, die postapokalyptische Fantasywelt mit eigenem Leben zu füllen und sie dem Leser anschaulich näherzubringen. Seien es die kleinen fiesen Gnome, die unseren Helden feindlich gesonnen sind, oder auch die grobschlächtigen Trolle, die als primitive Wesen angesehen werden, aber doch auch ihre eigene Kultur haben - mit Brooks' Beschreibungen hat man schnell ein sehr klares Bild von der Szenerie im Kopf und kann auch die Atmosphäre gut nachvollziehen. Die Wege unseres kleinen Grüppchens trennen sich durch unglükliche Umstände und Shea muss sich alleine durchschlagen, trifft dabei unverhofft auf Unterstützung und kann auch dadurch seinen bescheidenen, da hinterwäldlerischen, Horizont erweitern - auch wenn die Charakterentwicklung teilweise ein bisschen holterdipolter den Verlauf der Geschehnisse sicherstellen muss und dadurch etwas kürzer kommt.

Insgesamt sind unsere Protagonisten auch eher klassisch-stereotyp entsprechend ihrer Völker bzw. Klassen gestaltet - während der Zwerg Hendel eher grobschlächtig-einfach, aber auch erfahren und zutiefst loyal ist, sind die Elfenbrüder eher feinsinnig und bedacht, aber nicht weniger engagiert. Unsere Menschen-Prinzen zeigen dafür mal ihre emotionalen Seiten und opfern sich selbstverständlich für ihr Land und Volk auf - und so kann man als Fantasyleser viele Häkchen an die üblichen Klischees machen. Trotzdem überspannt Brooks den Bogen nicht, sondern gibt jeder Figur auch ihre Besonderheiten, die sie liebenswürdig machen und den Leser auch mit ihr lachen oder leiden lassen. Ähnlich sieht es auch mit der Geschichte aus - viele bekannte Prinzipien, die teilweise ein wenig ausgelutscht werden (so manche Kampfbeschreibungen fand ich nicht nur langweilig, sondern auch fad und überflüssig), aber in der Summe ist das Buch eine Runde Sache.

Gerade gegen Ende des Buches nimmt die Geschichte an Geschwindigkeit zu und die Ereignisse überschlagen sich ein wenig - während sich zuvor die beschwerliche Reise durch das Ödland auch im Lesefluss eher dahingezogen hat. Insgesamt fällt mir die Story am Schluss aber ein bisschen flott ab und könnte was die relevanten Aspekte angeht ein wenig ausführlicher sein, aber nach über 40 Jahren wird da wohl niemand mehr etwas ändern. An einigen fehlerhaften Satzkonstruktionen könnte man aber noch feilen - dann wäre das Lesevergnügen nämlich noch ein bisschen größer und man müsste einige Teile nicht mehrfach lesen, um ihren Sinn zu erkennen. Trotzdem bin ich natürlich sehr gespannt auf den zweiten Teil und hoffe, den einen oder anderen Eindruck aus der Serie hier noch widerlegen zu können...

"Die Shannara Chroniken - Das Schwert der Elfen" wurde mir freundlicherweise von blanvalet zur Verfügung gestellt.

Sonntag, 28. August 2016

KBShimmer "What's your damage?"

Zum Ende des Monats darf ich auch noch bei "Wir lackieren..." von Lotte und Tine mitmachen - einen passenden Lack habe ich nämlich tatsächlich im Petto! Allerdings ist an dem auch Lotte schuld, denn sie fand "What's your damage?" lackiert gar nicht so grandios, während ich den Lack auf ihren Nägeln wirklich toll fand - und so durfte ich ihn dann aus einem Päckchen befreien.

Am Liebsten hätte ich ja Weiß auf einen Mittwoch im August gepackt, aber das ging sich irgendwie nicht aus, also gibt es den Lack heute und er passt auch ein kleines bisschen, denn stellenweise ist heute tatsächlich auch so richtig Sommer draußen!
Ich hatte mich beim Lackieren schon darauf eingestellt, dass da eine Menge Glitterkrams drin ist - aber mit so vielen Partikeln hatte ich dann irgendwie doch nicht gerechnet. In der ersten Schicht hatte ich schon viele Partikelchen auf dem Nagel - aber dafür kaum Lack als Base. Ganz im Gegensatz zu anderen Jellies mit Glitter, bei denen man nach den Teilchen fischen muss, muss man bei "What's your damage?" eher aufpassen, nicht zu viele bunte Partikel auf die Nägel zu bekommen. Mit der Deckkraft war es darum ein bisschen schwierig - die zweite Schicht war noch nicht ausreichend dicht, um mein Nagelweiß zu verdecken, also musste noch eine dritte Schicht her. Die Trockenzeit des Lacks ist ganz okay, sodass das unproblematisch ist, aber drei Mal sehr konzentriert lackieren, damit man auch die bunten Flecken ein wenig verteilt, ist schon nicht ohne.
Als die dritte Schicht dann ziemlich deckend war, war auch schnell klar: Ohne Topcoat sieht "What's your damage?" absolut uneben und auch unfertig aus. Die vielen Glitterpartikel (Riesenhexagons in Schwarz, Neonpink und Neongrün, dazu normalgroße Hexagons in allen drei Farben, Quadrate in Pink und Grün, schwarze Kreise und winziger Hexglitter in Pink und Grün - garniert mit sämtlichem Schnittmüll, der vom Schwarz übergeblieben ist) führen zu einer sehr unansehnlichen Oberfläche, da das eine oder andere Teilchen auch mal absteht. Eine (oder auch gerne zwei) großzügige Schichten eines dickflüssigeren Topcoats schaffen da allerdings Abhilfe und lassen das Finish auch ein bisschen mehr Glänzen. Da die Partikelchen in ganz unterschiedlichen Tiefen liegen, hat man hier auch unterschiedliche Farbeindrücke und das Ergebnis ist trotz der ungleichen Verteilung einfach nur klasse!
Die Neonteilchen liegen zwar nicht direkt obenauf und strahlen somit nicht besonders aus dem Weiß heraus, aber ich finde die Kombination einfach cool und würde mal glatt behaupten, dass das mein absoluter Favorit an weißen Lacken sein dürfte. Dabei bin ich sonst ja kein Freund von so wilden Glitterjellies, weil sie eben nicht so berechenbar sind und sich die Partikel auch meistens nicht so richtig arrangieren lassen (das ist hier übrigens nicht anders - man kann die Teilchen zwar ein bisschen rumschieben, aber schnell nimmt man auch ein bisschen was von der Lackbasis mit und das führt dann zu noch mehr Unebenheiten). "What's your damage?" ist definitiv ein Lack, der für sich steht und als Solist einen ganz hervorragenden Eindruck macht - und ich habe lange überlegt, ob er auch ein Design verträgt. Letztlich hätte aber wohl alles von den Besonderheiten des Lacks abgelenkt, also habe ich auf verzweifelte Versuche, die dann doch scheitern würden, verzichtet.
Nur an einer Sache habe ich mich versucht - und zwar an einem matten Überlack, der das glänzende Weiß in eine leicht satinierte Oberfläche verwandelt hat, die die Glitterpartikel aus meiner Sicht noch ein bisschen mehr in den Vordergrund stellt als es das glänzende Finish getan hat. Die Partikelchen verlieren zwar einen Hauch an Farbintensität, aber das Weiß wird auch irgendwie sanfter und weißer und mir gefällt der Lack mattiert noch ein bisschen besser als glänzend. Er passt zwar in beiden Versionen hervorragend in den Sommer (für einen Winterlack sind mir die Neonfarben wohl ein bisschen zu knallig) und macht mir einfach gute Laune - zwar wäre ich selbst nie auf die Idee gekommen, die Farben so miteinander zu kombinieren, aber irgendwie hat das einfach was. Und die mattierte Version hat mich auch davon überzeugt, dass "What's your damage?" mit eine Stamping oder ähnlichem nur schlimmer aussehen könnte...
Die Haltbarkeit des KBShimmer ist ganz ok, aber nicht herausragend - gerade an den Spitzen trägt sich der Lack dann doch recht zügig ab, leider. Aber im Großen und Ganzen ist das doch ein wirklich fescher Lack, bei dem ich auch die ein bisschen nervigere Ablackiererei in Kauf nehme. Die Farbkombination hat mich einfach überzeugt; einen Hauch perfekter wäre der Lack nur noch, wenn da keine "verschnittenen" schwarzen Reste mehr drin wären...

Samstag, 27. August 2016

Alverde "Seifenblasentraum"

Eigentlich nehme ich mir ja immer wieder vor, keine Einzelsachets von Badezusätzen mehr zu kaufen, sondern nur noch Flaschen... Aber wenn man dann so im Laden steht und sich noch ein kleines Goodie mitnehmen will, dann wird es häufig doch ein Badeblubb. Meistens vertraue ich ja auf die Reviews von Marina und Chrissi, aber als ich das letzte Mal bei dm stand, hatte ich keinen Schimmer mehr, ob die Zusätze von alverde ein gutes oder ein schlechtes Feedback bekommen hatten - also durfte der Seifenblasentraum mit.

Das Sachet mit 25ml Inhalt kostet 95 Cent, liegt also im durchaus üblichen Bereich für solche Zusätze. Ich muss ehrlich sagen, dass ich normalerweise Sachets mit flüssigem Inhalt meide, aber hier hat mich wohl einfach die Seifenblasen-Optik am richtigen Tag auf dem richtigen (oder falschen, wie man das eben sehen will) Fuß erwischt und das Tütchen wanderte in meine Einkaufstasche.

Ich glaube, das ist mein erster Zusatz von alverde und ich war doch sehr neugierig, wie er sich so schlagen würde. "Schaumbad zum Träumen" klingt ja sehr fein, erst ein Blick auf die Rückseite verrät, dass hier Apfelminze und Brombeere für den Dufteindruck sorgen sollen. Eine Kombination, unter der ich mir nicht so sonderlich viel vorstellen konnte, die mir im ersten Moment aber zumindest nicht suspekt vorkam. Mit fruchtigen Düften kann ich gut, also war ich sehr gespannt - und beim Öffnen des Sachets auch ein wenig enttäuscht, denn sonderlich intensiv war der Duft nicht.

Wenn schon der Zusatz selbst eher dezent duftet, haben Badewasser und -schaum ja gar keine Chance und das bestätigte sich hier leider auch. Der leicht süßlich-fruchtige Duft ist ganz nett, aber außer beim Schnuppern am Tütchen später auch nicht mehr wahrnehmbar.

Ein Blick auf die INCIs zeigt eine überschaubare Liste, die neben etwas Aloe Vera Saft und "Feuchtigkeitsfaktoren" keine großartigen Pflegestoffe beinhaltet - aber die werden auch nicht versprochen.

Das leicht gelbliche Gel wurde also in die Wanne gekippt und dann habe ich auch das Sachet noch ordentlich ausgepült - durch die flüssige Konsistenz bleibt ja doch noch so einiges am Rand hängen. Wenn man sich jetzt die Reviews der beiden Mädels anschaut, ist da nur wenig Schaum in der Wanne erkennbar - bei mir hat das Zeug wie irre Schaum verursacht. Das liegt aber auch daran, dass das Wasser aus meinem Hahn mit einer ganzen Menge Druck rauskommt (beim Duschen drehe ich meistens nicht voll auf, weil mir das dann doch ein bisschen zu heftig ist) und damit auch die Schaumbildung viel schneller und einfacher geht.

Meine Wanne hatte sich also schön mit Schaum gefüllt, der nicht zu fein ist, sondern auch ein paar größere Bläschchen enthält. Das "Schaumbad zum Träumen" trifft es also wirklich ganz gut, auch was die Haltbarkeit angeht. Mit meinem Buch in der Wanne liege ich meistens länger als die empfohlenen 15 Minuten und der Seifenblasentraum hielt auch sehr gut durch. Auch als Shampoo und Duschgel mit ins Spiel kamen, ist das Ganze nicht sofort in sich zusammengefallen, sondern löste sich recht langsam auf - so muss das sein!

Ich befürchte ja, dass ich mit meiner neuen Wanne hier nicht wirklich einen guten Vergleichsmaßstab setze (ich fürchte ja ein bisschen, dass ich hier wirklich alles zum Schäumen kriege...), aber ich mag den Badezusatz von der Schaumbildung her gern. Das Manko ist hier eher der fehlende Duft, darum wird der Seifenblasentraum wahrscheinlich nicht noch einmal bei mir in die Wanne kommen - aber vielleicht probiere ich mal die blumige Version, mal sehen!

Freitag, 26. August 2016

Catherine Classic Lac 254 "No purple rain"

Sooo, endlich wieder in der eigenen (natürlich noch immer nicht komplett eingerichteten) Wohnung, endlich wieder mein eigenes, gut funktionierendes WLAN und ein Haufen Kram, der natürlich noch immer erledigt werden will. Unter anderem, das Posting für den "Blue Friday", das ich eigentlich für heute Vormittag vorbereiten wollte - aber dann hat mir die Uploadgeschwindigkeit im Hotel einen Strich durch die Rechnung gemacht...

Besser spät als nie (das könnte momentan zu meinem generellen Motto werden, habe ich so ein bisschen das Gefühl), denn lackiert hatte ich den Lack tatsächlich pünktlich in dieser Woche - das hat nämlich im Hotel hervorragend geklappt!
"No purple rain" von Catherine by Natascha Ochsenknecht hat mir Lotte vermacht - ihre "abgetragenen" blauen Lacke landen in etwa genau so häufig bei mir, wie meine rosanen Varianten dann mal in ihrer Sammlung vorbeischauen. Und auch wenn "No purple rain" kein superspezieller Lack ist, ist das doch ein Blau ganz nach meinem Geschmack! Der Auftrag ging mit dem breit auffächernden Pinsel problemfrei, allerdings ist mir die Konsistenz des Lacks doch einen kleinen Hauch zu flüssig - ich musste doch sehr aufpassen, dass mir nicht Lack in die Nagelhäute und vor allem an den Seiten entlanggelaufen ist. Die erste Schicht war bei mir noch nicht ganz deckend, obwohl schon ein ganz ordentlicher Farbton zu erkennen war. Mit einer zweiten Schicht kam dann das strahlende Blau sehr schön raus, dank der recht kurzen Trockenzeit, war das auch kein Problem.
Ohne Topcoat hat der Lack schon einen sehr schönen Glanz, da ich aber abends lackiert habe und verhindern wollte, dass sich doch irgendwo noch ein Abdruck von der Bettdecke einfindet, gab es eine Schicht schnelltrocknenden Überlack drüber. Dann funkelt "No purple rain" noch einen Hauch mehr, an der minimalen Streifigkeit des Lacks ändert das allerdings nichts. Allerdings muss ich auch gestehen, dass die Pinselführung mit bloßem Auge kaum erkennbar und beim Lackieren auch nicht verhinderbar ist, lediglich die Kamera hebt das so ein bisschen in den Vordergrund. Durch den Schimmer strahlt der Lack aber so richtig schön in seinem Mittelblau und ist farblich ein absolutes Zückerchen. Ich kann zwar nicht unbedingt viel mit der Schöpferin der Kollektion anfangen - aber der Blauton ist absolut gelungen!
Egal ob im normalen Tageslicht oder im prallen Sonnenschein - "No purple rain" überzeugt mit seinem intensiven Farbton und ist auch schon für sich ein toller Lack - aber natürlich wollte ich noch ein bisschen was draufpinseln... Oder eher stempeln, denn für was anderes fehlte mir noch das Material. Mit der Holy Shapes 05 und "Chill out" habe ich das Dreiecksmuster (ein gefülltes Dreieck mit zwei Linien drüber) in unterschiedlichen Positionen auf die Nägel gepackt - und da das Licht im Hotel nicht gar so optimal war, ist mir der Stamper natürlich ein bisschen verrutscht und es ist nicht alles so symmetrisch geworden, wie ich es mir gewünscht hätte. Aber der Kontrast von schimmerndem Lack und cremigem Stamping gefällt mir sehr gut, auch wenn ich mir mit dem (passenden Catherine-)Topcoat mal wieder ein bisschen die Linien verwischt habe...
Was Hans nicht lernt, lernt Hänschen nimmermehr und so langsam gebe ich es auch auf - manchmal geht es einfach nicht anders und das blöde Stamping verwischt einfach. Zwar finde ich die MoYou-Stempellacke deutlich wischfester als viele andere Lacke, aber da der Versand von Lacken jetzt separaten Versand kostet, werde ich mir wohl keine weiteren zulegen. Auch hier muss man aber natürlich sagen, dass die leichten Schlieren nur den Profis mit Adleraugen auffallen - auf normale Entfernung ist da nichts zu erkennen, da fällt doch das Muster eher auf. Im Übrigen glaube ich, dass ich mich so langsam auch mit den Holy Shapes anfreunde, gerade, wenn man die Motive ein bisschen kombiniert, könnte sich da so einiges draus machen lassen! Ich befürchte, dass ich mit dem Rabatt dieses Wochenende doch noch ein paar Platten vor der Preissteigerung bestellen muss...
Tja und "No purple rain" hat sich gar nicht so übel geschlagen - davon ab, dass man bei dem Lack Tipwear doch ganz schön schnell sieht. Gerade bei Blau finde ich ja abgewetzte Tips sehr unschön, sodass ich mir nicht sicher bin, ob ich dem Lack noch eine zweite Chance geben soll oder ihn nicht doch einfach mal aussortiere...

Mittwoch, 24. August 2016

essence "Show your feet" 10 In the jungle

Hach ja, dieses Leben im Hotel ist schon irgendwie ein bisschen seltsam - und vor allem ganz schön faul, weil ich hier auch gar nicht das machen kann, was ich zu Hause sonst machen würde. Aber irgendwie habe ich viel mehr Zeit, mir die Nägel zu lackieren - eben weil es auch nicht so viele Dinge gibt, die ich stattdessen machen will! Ganz brav habe ich mir natürlich einen Lack mitgenommen, um ihn für die heutige Runde "Lacke in Farbe... und bunt!" auf die Nägel zu packen.

"In the jungle" von essence aus der "Show your feet"-Reihe ist trotz des "new"-Stickers alles andere als neu - ich habe ehrlich gesagt gar keinen Schimmer mehr, wie viele Jahre der Lack schon in meinem Schränkchen stand und auf seinen großen Auftritt. Ich hatte ihn schon die letzten Runden immer mal wieder in der Hand, aber irgendwie wurde er immer ausgestochen.
"In the jungle" gehört zwar eigentlich nicht auf die Hände, sondern auf die Füße - aber seien wir mal ehrlich, das ignoriere ich sowieso immer und ich weiß auch nicht, warum man das Grün nicht auch auf den Patschehändchen tragen sollte. Der Auftrag des Lacks ist mit dem gerade geschnittenen Pinsel überhaupt kein Problem, die Konsistenz ist auch nach langer Stehzeit noch perfekt - das einzige Manko bei dem Lack ist lediglich die Deckkraft. Obwohl die Farbe ja im Fläschchen durchaus auch recht intensiv aussieht, braucht "In the jungle" mindestens zwei, wenn nicht sogar drei Schichten für eine perfekte Deckkraft und ein gleichmäßiges Ergebnis. Der Lack ist einfach nicht so dicht gepackt mit Pigmenten, sondern da ein wenig schwach auf der Brust - aber das macht dank einer recht kurzen Trockenzeit nicht wirklich viel aus; wenn man nicht ein bisschen Glanz braucht, könnte man hier auch auf den Topcoat verzichten.
Mir war das Finish bei der Farbe einfach ein wenig zu stumpf, also habe ich noch einen Topcoat drübergepinselt, der den Glanz doch deutlich intensiviert hat. Farblich ist "In the jungle" ein toller, mittelgrüner Ton, der eher auf der kühleren Seite angesiedelt ist. So ein richtiges Wiesengrün ist das auch im pralle Sonnenschein nicht - den habe ich aber leider nicht zu Fotozeiten gehabt. Mit dem Cremefinish gehört der Lack doch eher zur einfachen Sorte und kann nicht mit Besonderheiten aufwarten, ich finde aber auch, dass die Farbe durchaus für sich spricht und dieser kühl angehauchte Grünton mit diesem Finish sehr gut zur Geltung kommt. Sicherlich würde ihm ein Holo-Finish auch gut stehen, aber irgendwie bin ich momentan doch mal wieder auf dem Creme-Trip und kann mich an der Schlichtheit des Lacks sehr erfreuen.
Irgendwann heißt es aber dann doch mal, dass der Lack noch ein bisschen gepimpt werden will - und wäre ich vorher schlauer gewesen, hätte ich meinen Holotopper eingepackt, aber nunja. Also musste ich mit dem Vorlieb nehmen, was ich zur Hand hatte - und das war unter anderem eine neue Stampingplatte von Bornpretty. Mit der X-Serie sind jetzt auch einige quadratische Platten erhältlich und die BP-X11 lachte mich mit den Katzenmotiven doch sehr an, also wurde sie jetzt auch in Betrieb genommen. Als Stampinglack durfte mal wieder "White knight" von MoYou London ran (mit der Auswahl hab' ich's ja gerade nicht so) und ich habe zwei der Solokätzchen und das Fullcover-Pfotenmotiv gewählt. Die Motive ließen sich nicht ganz so einfach auf den Stamper übertragen, das könnte aber auch daran gelegen haben, dass ich beim Abziehen mal wieder ein bisschen zu fest gedrückt habe. Nach ein, zwei Probeversuchen hat es dann aber doch weitestgehend geklappt.
Kleine Lücken in den Pfötchen finde ich gar nicht so schlimm, allerdings hätte ich mir bei der Mieze auf dem Mittelfinger doch eine etwas sattere und gleichmäßigere Füllung gewünscht. Sei's drum - ich mag die Motive sehr und freue mich schon darauf, noch ein bisschen mit der Platte rumzuspielen, das werde ich aber ausgiebiger doch lieber zu Hause machen. Um dann doch noch ein bisschen was Besonderes ins Finish zu bringen, habe ich das Stamping nicht mit einem normalen Topcoat versiegelt, sondern auf den "Sparkle sand"-Topper von essence zurückgegriffen. Leider ist der Effekt nicht gar so einfach auf Bild zu bannen - durch die Reflektionen scheint das alles ein bisschen krisseliger als es mit bloßem Auge ist. Aber das leicht raue Finish finde ich einfach klasse (passt ja auch durchaus zu den Miezetatzen) und der Topper übertüncht auch das Stamping nicht übermäßig.
Haltbarkeitsmäßig schlägt sich "In the jungle" recht solide, auch wenn Tipwear hier natürlich recht zügig erkennbar ist. Dank der eher geringen Pigmentierung ist das dann auch ziemlich deutlich, aber auch nicht drastischer als bei anderen Lacken. Beim Ablackieren ist der Lack dankenswerterweise ganz brav und lässt sich ohne Schlieren, Stains und sonstige Probleme zügig entfernen.

Die Stampingplatte mir freundlicherweise von Bornpretty zur Verfügung gestellt, mit dem Code JAAX31 gibt es 10% Rabatt.

Auf die heutige Galerie bin ich schon sehr gespannt - irgendwie habe ich ja in letzter Zeit doch eine gewisse Vorliebe für grüne Lacke entwickelt. Da sich in der kommenden Woche ja der Sommer wieder melden soll, hat meine Lackglaskugel "Gelb" als nächste Vorgabe rausgespuckt - auch wenn ich die Farbe schwierig finde, gibt das doch noch einmal die Gelegenheit für etwas Sommerfeeling!
 

Montag, 22. August 2016

Sally Hansen "Satin glam" 05 Chic pink

Eigentlich sollte dieses Posting ja schon gestern erscheinen - aber als ich mich am Samstag ans Bloggen machen wollte, hatte sich hier das WLAN verabschiedet. Tagungshotel hin oder her, man war bis heute nicht in der Lage, das Problem zu lösen (weil es wohl leider an dem Telefonanbieter mit der tollen Farbe lag). Da ich meine Fotos auch noch nicht im Netz, sondern nur auf dem PC hatte, gab es also eine sehr unfreiwillige Blogpause...

Aber zumindest das Sonntagsposting kann ich heute nachschieben - Nagellack will ja schließlich verbloggt werden, auch wenn er ein bisschen später kommt als geplant. Vor allem einer, auf den ich mich schon sehr gefreut hatte, weil ich ihn letztens von Lotte bekommen habe.
Eigentlich bin ich ja kein Fan von Rosatönen - aber bei dem Finish der "Satin glam"-Lacke von Sally Hansen mache ich doch einfach mal eine Ausnahme. Außerdem passt der Lack ganz hervorragend zu meinem lachsfarbenen Shirt und wenn ich schon unterwegs bin, dann darf das Outfit zumindest ein bisschen stimmig sein! Obwohl ich das Finish ja grandios finde hatte ich bisher nur ein Mal das Vergnügen mit einem Lack der Serie - und wenn ich schlau gewesen wäre, hätte ich den auch einfach mitgenommen, aber so weit habe ich nicht gedacht. Also musste ich mit "Chic pink" alleine Vorlieb nehmen und habe mich sehr über den unproblematischen Auftrag gefreut. Der Pinsel fächert schön auf, der Lack selbst hat eine tolle Konsistenz und trocknet auch in einer angenehm kurzen Zeit an und durch. Einziges Manko ist hier lediglich die Deckkraft, mit der ist es nämlich nicht gar so weit her.
Wer genau hinschaut, wird wahrscheinlich auch hier noch den Übergang zum Nagelweiß erkennen und das, obwohl ich schon drei Schichten lackiert habe. Bei kürzeren Nägeln sind wahrscheinlich auch schon zwei genug, aber ich bin da ja doch immer ein bisschen pingelig. Da "Chic pink" dieses tolle, leicht samtige Finish hat, ist hier ein Topcoat natürlich total daneben - und ich habe ihn auch bei drei Schichten nicht gebraucht. Neben dem tollen haptischen Erlebnis hat der Satin glam aber auch noch eine durchaus interessante Farbe im Angebot - der Name könnte ja ein wenig täuschen, denn reinpink ist der Lack keinesfalls. Ich würde ihn spontan sogar eher in Richtung eines pastelligen Koralltons oder ins Lachsige schieben, denn in den meisten Lichtverhältnissen zeigt er einen recht deutlichen Orangestich, der sich unter dem zarten, silbrigen Schimmer breit macht.
Ich mag den Farbton sehr gern, wobei er auch einen Hauch zarter ist als mein Shirt (meine Abneigung gegen pastellige Töne beschränkt sich ja nicht nur auf Nagellacke!). Trotzdem muss ich gestehen, dass mich das Finish hier ganz eindeutig über leichte farbliche Problemchen hinwegtäuscht und ich bei diesen Lacken auch die eingeschränkte Haltbarkeit in Kauf nehme. Trotzdem wollte ich aus dem Lack natürlich noch ein bisschen was machen - habe aber total verplant, einen passenden Stampinglack mitzunehmen und war darum ein bisschen aufgeschmissen. Das Einzige, das mir übrig blieb war es, den silbrigen Schimmer aus dem Lack aufzunehmen und mit essie's "No place like chrome" etwas Silbernes auf den Lack zu stempeln. Da ich beim letzten Mal mit der Asia 01 von MoYou nur bedingt zufrieden war, wollte ich der Platte noch eine zweite Chance geben - und das ist mir zumindest teilweise gelungen.
Die beiden Motive, die ich mir herausgesucht hatte, haben beide ein Gebäude (ich würde das ja als Tempel bezeichnen, aber wer weiß, ob das so stimmt...) im Zentrum und hätte ich beim Mittelfinger nicht mit dem Platzieren geschlampt, hätte das wohl ein bisschen besser ausgesehen. An der Problematik, dass die Motive für längere Nägel zu kurz sind, habe ich nicht wirklich viel ändern können, aber mit silbernen Tips geht sich das eigentlich gut aus. Während das Silber sich eigentlich deutlich von dem Lack abhebt, habe ich beim Knipsen gemerkt, dass die Lichtreflektionen das Muster doch ein bisschen untergehen lassen - also habe ich tatsächlich noch einen Topcoat drübergepinselt. Das fühlt sich zwar nicht mehr so gut an, schützt aber auch den Lack ein bisschen und erhöht die Haltbarkeit. Nach gut einem Tag hatte ich sonst nämlich auch schon leichte Tipwear (darum sind auch die anderen Nägel mit einem silbernen French versehen).
Insgesamt finde ich aber "Chic pink" wirklich klasse - das ist so einer der go-to-Lacke, wenn man es mal eilig hat und farblich auch in einem braveren Rahmen bleiben muss. Zwar ist die Haltbarkeit ohne Topcoat nicht so grandios, aber dafür lässt sich auch vieles gut und schnell wieder ausbessern. Auch das Ablackieren ist kein Thema und ich werde mal ganz vorsichtig die Augen nach den übrigen Lacken der Serie offen halten...

Freitag, 19. August 2016

essence "the gel nail polish" 78 royal blue

Sooo, meine erste Hannover-Woche ist rum - und ich hatte mal gar nicht so viel Zeit über, wie ich eigentlich gehofft hätte. Auch wenn hier vieles ein bisschen anders ist, bleibt doch eines ganz bestimmt gleich: Zum "Blue Friday" gibt es bei mir blaue Nägel, egal wo und wie! Für heute war schon klar, welchen Lack ich lackieren sollte, also musste ich gar nicht groß grübeln.

"royal blue" gehört zu den neuen Lacken aus dem essence-Sortiment und hat mich neben ein paar anderen Produkten letzte Woche erreicht. Über die Farbe war ich sehr erfreut - blaue Lacke gehen immer ganz hervorragend - und obwohl ich ein paar wenige Lacke aus der "neuen" Gel-Serie habe, habe ich bisher zu meiner Schande noch keinen lackiert...
"royal blue" durfte also das Eis brechen und hat doch einen ganz guten Eindruck gemacht. Der Pinsel ist gut geschnitten, am Ende leicht abgerundet und nimmt den Lack hervorragend auf. Die Konsistenz des Lacks ist auch klasse, er lässt sich ohne Probleme auftragen, verteilen und durchaus auch mal einen Hauch korrigieren, sollte das denn nötig sein. Die Trockenzeit ist eher kurz, aber nicht zu schnell und von der Deckkraft reicht eigentlich eine Schicht, "royal blue" ist nämlich wirklich ordentlich pigmentiert. Ich habe noch eine zweite Schicht lackiert, um ein paar Unebenheiten meiner Nägel auszugleichen, an der Farbe tut das allerdings wirklich nichts mehr, das Dunkelblau ist und bleibt Dunkelblau - wobei es im Sonnenschein für mich schon einen leichten Touch in Richtung Petrol hat (ich gehöre ja bei Petrol eher zu der "tiefdunkelblau mit einem Hauch grün"-Fraktion).
Vom  Glanz her ist er auch in seinem ursprünglichen Finish (auf dem ersten Bild zu sehen) ganz gut aufgestellt - aber mit Topcoat glänzt es einfach noch ein bisschen mehr. Und wenn man sich nicht auch irgendwelche Bläschen in den Topcoat pinselt (momentan meine ganz große Stärke - vielleicht sollte ich einfach mal einen anderen Topcoat nehmen...), gibt es auch nichts, was dann noch von dem traumhaften Cremefinish ablenkt. Im Sonnenschein wirkt "royal blue" ein bisschen heller als ohne direkte Lichteinstrahlung, aber da es momentan endlich mal Sonne gibt, gibt es eben auch entsprechende Bilder - ich befürchte ja, dass sie sich schnell genug auch wieder verstecken wird. So ganz "royal" finde ich das Blau ja nicht - so ein klassisches Königsblau wäre für mich ja noch ein wenig intensiver, aber ein wirklich toller Ton ist das doch eindeutig.
Grandioses Blau hin oder her - natürlich musste da dann auch noch ein Design drauf. Da ich momentan nicht zu Hause bin, habe ich "nur das Nötigste" mit auf Reisen genommen und darum wird es momentan auch ein bisschen langweilig-stampig - aber immerhin mit einer anderen Platte als am Mittwoch. Anfangs war ich bei den Origami-Motiven sehr skeptisch, aber dann hat mich die 05er Platte doch begeistert (vor allem mit den Dinos, die ich natürlich für diese Mani nicht gewählt habe - man suche nicht nach Logik!). Also schnappte ich mir "Beach House" von MoYou London (ich muss ja ehrlich sagen, dass ich die Stampinglacke richtig gut finde! Durch die Mani-Boxen kommt man auch zu einem durchaus akzeptablen Preis an sie ran.) und habe wild drauf losgestempelt. Da die Motive teilweise doch recht fein sind, hat es ein paar Anläufe gebraucht, bis ich auch die kleinen Pünktchen ordentlich auf dem Stempel hatte (zu dolle drücken beim Abziehen ist halt doof), aber dann ging alles problemlos.
Nur mit der Kombination der Motive habe ich nicht gar so in die Vollen gegriffen - zu dem Einhorn auf dem Ringfinger passte der Pegasus noch perfekt auf den Mittelfinger - aber dazu noch Dinos oder Fische hätte ich doof gefunden... Also wurden es zwei Ententiere, die zwar auch nicht wirklich gut zu den Hottehüs passen, aber besser sind als nichts. Ein bisschen Verlegenheitsgestampe also, das aber auf größere Entfernung natürlich nicht auffällt. Die rechte Hand wurde dann komplett maritim gehalten und auch da gab es keinerlei Probleme beim Übertragen. Ich finde die Platte ziemlich cool und bin auch wirklich heilfroh, dass sichdie feinen Strukturen so einfach auf den Stamper und dann noch auf den Nagel bringen lassen - beim nächsten Mal überlege ich mir dann vielleicht auch eine bessere Kombination...
Der erste Eindruck von "royal blue" ist insgesamt wirklich gut - ich finde die Deckkraft des Lacks toll und bin von der Farbe sowieso begeistert. Die Haltbarkeit ist bei einem so dunklen Lack natürlich immer eine Sache - auch hier sieht man Tipwear recht schnell, aber insgesamt hält sich das doch im üblichen Rahmen. Das Ablackieren geht ohne größere Probleme, der Lack schmiert oder staint nicht, also kann ich mir gut vorstellen, dass wir auch längerfristig Freunde werden.

"royal blue" wurde mir kosten- und bedingungslos von cosnova zur Verfügung gestellt.

Mittwoch, 17. August 2016

Priti NYC 458 Chester scarlet

Die letzte Vorgabe für Runde fünf ist durch - und obwohl ich ja immer denke, dass bunt die allereinfachste "Farbe" ist, haben gar nicht so viele mitgemacht wie bei anderen Farbvorgaben. Und irgendwie ist die Galerie auch gar nicht so extrem bunt geworden, das schiebe ich aber auch darauf, dass der Sommer momentan so ein bisschen Pause macht (ich hoffe ja sehr, dass es nur eine Pause ist!) und die Lust auf so richtig knallige Farben wohl ein bisschen fehlt...

Heute geht es dann los mit der tatsächlich schon sechsten Runde von "Lacke in Farbe... und bunt!" und außer der Tatsache, dass jetzt wieder alle Farben im Topf sind und das fröhliche Raten wieder beginnen kann, gibt es nichts Neues. Ich hoffe, dass ihr noch immer so viel Freude an der Aktion habt und wieder fleißig in euren Sammlungen wühlt - genau das muss ich nämlich auch jede Woche aus Neue tun!
Heute geht's mit der ersten Farbe los und nachdem ich in den letzten Runden eher sehr rotstichig bei Koralle gefahren bin, habe ich mir für dieses Mal einen etwas "besser gemischten" Ton herausgesucht. Priti NYC "Chester scarlet" stand ebenfalls schon sehr lange bei mir rum, weil der Lack mit einem Cremefinish daherkommt - aber für die Farbvorgabe ist das definitiv die perfekte Wahl gewesen. Der Lack deckt bei kürzeren Nägeln vielleicht mit zwei Schichten, ich habe allerdings drei gebraucht, um mein Nagellack ordentlich abdecken zu können. Da die Trockenzeit bei Priti NYC vordergründig immer klasse ist und nach einer Nacht im Bett dann doch mit Abdrücken aufwartet, habe ich zeitnah nach der dritten Schicht eine Schicht Topcoat aufgetragen (verleiht auch noch ein bisschen mehr Glanz) und mir fröhlich Bläschen lackiert - aber daran ist eindeutig nicht der Farblack schuld!
Farblich ist der Lack ein spannendes Mischmasch aus Orange und Pink, das je nach Licht mal ein bisschen rotstichiger, mal ein wenig pinker wirkt und eigentlich immer eine fröhliche Farbe ist. Eine Kollegin ist (aus mir vollkommen unklaren Gründen) total auf den Lack abgefahren und war von der Farbe sehr begeistert - woraufhin ich nur verdutzt nicken konnte und mich gefragt habe, wie man von so einem einfachen Lack dermaßen begeistert sein kann. So ganz ohne Holo, Flakies oder Thermoeffekt ist das für mich zwar durchaus ein sehr schöner Farbton, aber eben nicht das absolute Nonplusultra. Ich muss allerdings sagen, dass ich mich mit dem Korallton sehr wohl fühle und da auch den Pinkeinschlag (der im Fläschchen übrigens immer deutlicher ist als auf den Nägeln!) durchaus gelungen finde. Richtig orange wirkt der Lack eigentlich nie, aber trotzdem bleibt ein deutlicher Unterton in der Farbe erkennbar.
Gerade durch das Cremefinish, das doch irgendwann ein bisschen langweilig wird, musste dann noch etwas auf "Chester scarlet" drauf - und die Kombination mit Weiß schien mir nicht ungeeignet. Da ich mir bei einer der letzten Bestellungen bei MoYou auch die Hipster-Platte 15 zugelegt hatte, wollte ich die Tierköpfe unbedingt mal ausprobieren (bei der aktuellen Nagellänge passt das auch ganz gut zu den Motiven) und habe mit "White knight" von MoYou fröhlich drauf los gestempelt. Da meine Nägel eher schmal geraten sind, habe ich mich auch eher für die länglichen Tierköpfe entschieden und auf der linken Hand sind lauter Huftiere zusammengekommen. Das Zebra finde ich absolut genial, aber auch die Giraffe gefällt mir gut (obwohl ich die Platzierung der Augen nicht ganz optimal finde, weil ich immer denke, dass das freie Feld unter den weißen Augen die Augenpartie darstellt und dann die Giraffe ein bisschen doof guckt); das Pferd ist ok und der Hirschbock war das einzige Motiv, das noch ins Viererteam gepasst hat.
Auch wenn die Linien nicht alle perfekt übertragen wurden (ich würde aber mal sagen, dass das mal wieder daran liegt, dass ich zu dolle gedrückt habe beim Abstreifen), kann man die Motive mehr als gut erkennen und es fehlen auch keine Linien - und irgendwie hat das so auch was. Der weiße Stampinglack ist absolut grandios und verschmiert vor allem auch bei einer Schicht Topcoat nicht. Auf die rechte Hand und den Daumen habe ich dann die Raubtiere gestampt - aber meine Nägel sind rechts auch ein bisschen kürzer, also ging das ganz gut. Insgesamt finde ich die Platte einfach super, auch wenn ich nicht so recht weiß, inwiefern damit große Abwechslung möglich ist, Tierkopf bleibt eben Tierkopf... Aber auf jeden Fall sind das richtig coole Tierköpfe, also werde ich mir wohl noch ein paar andere Designs damit einfallen lassen müssen, können oder dürfen.
"Chester scarlet" hat sich mit Topcoat ganz gut gehalten, ich habe nach zweieinhalb Tagen kaum Tipwear bemerkt, wobei ich momentan auch nur abends mal am PC sitze und auf der Arbeit nicht ständig tippe. Ablackieren ist dank des einfachen Finishs kein Problem und obwohl der Lack mich mit seinen drei Schichten nicht komplett vom Hocker haut, ist es definitiv ein schöner Farbton.

Bevor jetzt gleich die erste Galerie der neuen Runde startet, braucht es natürlich noch eine Vorgabe für die nächste Runde und mein magisches Würfelchen hat für Ende August Mittelgrün ausgespuckt.

Sonntag, 14. August 2016

Make up Factory 191 Shimmering sand

Ein bisschen (viel) später als geplant gibt es heute mein Sonntags-Nagellack-Posting. Eigentlich wollte ich das heute Nachmittag schon fertig haben, aber dann klappte morgens alles nicht so, wie es sollte und ich habe dann einem kurzen Plausch mit einer Arbeitskollegin den Vorrang vor dem Posten gegeben - in der Hoffnung, dass das WLAN im Hotel tatsächlich funktioniert, was sich dankenswerter Weise bestätigt hat!

Mein Lack heute ist auch leider keiner der grandiosen - aber dafür einer, aus dem man vieles machen kann. Ich bin mir nicht mehr sicher, ob der Lack aus einem PR-Päckchen stammt oder nicht eher über irgendeine Lackaktion zu mir gekommen ist, wobei ich gerade eher zu Letzterem neigen würde...
"Shimmering sand" kommt wie gewohnt in einem eckigen Fläschchen mit einem schmalen Pinsel daher und lässt sich ganz akzeptabel lackieren. Der Lack ist, wie häufig bei metallisch angehauchten Lacken, ziemlich flüssig, sodass man sparsam dosieren muss, um nicht gleich sämtliche Nagelhäute entsprechend in Farbe zu tauchen. Schon in der ersten Schicht hat man viel Farbe auf dem Nagel, die zweite dient eher dazu, gegebenenfalls entstandene Lücken zu schließen und vor allem das Finish ein bisschen gleichmäßiger zu gestalten. Wie so viele Metalliclacke ist "Shimmering sand" nämlich ein Streifenhörnchen sonders gleichen und neigt dazu, sämtliche Unebenheiten und sonstige Dellen in den Nägeln zu betonen. Da heißt es also, in der zweiten Schicht sorgsam zu sein - ein Topcoat hilft nämlich überhaupt nicht!
Die Trockenzeit von "Shimmering sand" ist dafür überhaupt kein Thema, aber das Finish trocknet leider trotz sämtlicher Bemühungen noch immer streifig ab und sieht leider nicht so traumhaft fließend aus wie im Fläschchen. Bei der Farbe verließen sie mich dann irgendwie - ich konnte mir auf die korrekte Bezeichnung absolut keinen Reim machen. Es könnte tatsächlich ein metallischer Beigeton sein, der im Fläschchen eindeutig noch in einen gelbstichigen Braunton geht - davon ist auf den Nägeln aber nichts mehr zu sehen. Man könnte das also durchaus auch als sehr hellen Kupferton bezeichnen, aber dafür ist mir der Lack in manchen Lichtverhältnissen dann doch wieder zu bräunlich-beige und zu wenig... rosékupfern oder so. Für mich ein eher seltsamer Farbvertreter, den ich nicht so recht einordnen kann und der mir auch vom Grundton her nicht übermäßig zusagt. 
Im Sonnenschein hat der Lack deutlich mehr Farbe als er ohne direkte Sonneneinstrahlung zeigt, allerdings kitzelt die Sonne auch absolut jeden Fehler raus und hebt ihn hervor. Mir steht die Farbe nicht wirklich und dieses unvorteilhafte Finish begeistert mich auch wenig - also hieß es natürlich, mit einem Design irgendwas spannendes daraus zu machen. Anstatt zu stempeln habe ich mich mal wieder für Decals entschieden und zwar hatte ich von Ladyqueen noch welche mit Tiger-Print (ich weiß nicht, warum das ein Leopard sein soll, für mich ist das einfach sehr streifig-tigrig und nicht leomäßig-fleckig - aber sei's drum!). Zwar wollte ich die eigentlich erst auf einen orangenen Lack packen, aber das wäre dann doch wieder zu prototypisch gewesen und auf diesem Kupferbeige-wasauchimmer macht sich das Tigerchen eigentlich auch ganz gut.
Mal davon ab, dass ich das frontale Gesicht einfach zuckersüß finde, muss ich hier auch mal die Qualität der Decals sehr loben - auf einem superstreifigen Metalliclack sieht man auch ohne Topcoat absolut keinen Übergang zu den Decals! Sie liegen perfekt plan auf und die Ränder sind auch hier unsichtbar - dabei war der Auftrag auch ganz angenehm und einfach. Das seitliche Katzengesicht ist auch ganz nett, aber mich haut die Frontansicht einfach um - der Mieze kann man wirklich direkt in die grünen Äuglein gucken, die Decals sind gestochen scharf und wirklich toll. Und zu meinem ganz besonderen Erstaunen sehen sie auf "Shimmering sand" auch wirklich gut aus und ich habe mich tatsächlich dazu breitgeschlagen, den Lack länger als nur ein paar Stunden zu tragen...
Trotz wirklich süßem Design muss ich aber sagen, dass mich "Shimmering sand" nicht so wirklich überzeugt hat. Sowohl farblich als auch vom Finish her ist der Lack irgendwie schwierig - und ohne Topcoat natürlich auch angreifbar, sodass ich mir schon nach wenigen Stunden auch ein Eckchen abgeschlagen habe. Das Ablackieren geht dann natürlich ratzfatz - aber irgendwie rettet das den Lack dann auch nicht. Wir beiden werden uns wohl demnächst auch voneinander trennen.

Die Waterdecals wurden mir freundlicherweise von Ladyqueen zur Verfügung gestellt und mit dem Code LRLC15 gibt es 15% Rabatt.

Samstag, 13. August 2016

Eine Woche vegan...

... hatte ich mir in meinem 101 vorgenommen und es dauerte ganz schön lang, bis ich diesen Vorsatz mal in die Tat umsetzte. Hauptsächlich lag das daran, dass eine vegane Ernährung nur bedingt (bis gar nicht) mit meinem Arbeitsalltag bzw. dem damit verbundenen gesellschaftlichen Miteinander verbinden lässt und auch schwer umzusetzen ist, wenn ich bei Familie und Freunden zu Besuch bin. Wäre ich ernsthaft Veganerin, wäre das sicherlich eine andere Sache, aber Fakt ist, dass vegane Ernährung für mich aus einer Vielzahl von Gründen dauerhaft nicht in Frage kommt und ich niemanden mit meinem Schnuppervorhaben nerven wollte.

So war es also ein recht kurzfristiger Beschluss, am Ende des Urlaubs einfach eine vegane Woche zu starten - denn Einkaufen müsste ich sowieso, da ich von meinen Eltern kam. Nachdem ich mir vorsichtshalber am Abend noch eine Portion Nudeln in Knoblauch-Sahne-Soße mit einer guten Portion Parmesan gegönnt hatte, ging es am nächsten Tag mit einem Frühstück los.

Das stellte sich als der am wenigsten problematische Teil heraus - eine Soja-, Mandel- oder Nussmilch habe ich häufiger im Haus und verwende sie auch so mal anstelle von Milch, ebenso gibt es ab und an mal Alpro-Joghurt, der sich hervorragend als Müslibasis verwenden lässt.

Haferflocken, Obst und sonstige Körner neigen eh dazu, vegan zu sein - und zu meinem Erstaunen sind auch so einige Crunchys (z.B. auch mit Schokolade!) vegan. Da ich momentan eher süß frühstücke, war das also alles gut machbar und insgesamt habe ich auch festgestellt, dass ich erschreckend viel Veganes im Haus habe - und das vollkommen unbeabsichtigt. Bei Knabbereien war das ein bisschen schwieriger - das meiste mit Schoki fällt raus, da erstaunlicherweise auch in Zartbitterprodukten noch Milchpulver zugesetzt wird (wozu das denn bitte?). Plätzchen und Kekse sind standardmäßig auch mit Milch oder Ei - aber Süßkram ist ja eh ungesund! Dafür sind Chips, Flips und Tacos vegan und lassen sich auch perfekt mit Hummus mal knabbern...

Da ich mich mittags zu Hause meistens vegetarisch ernähre, war das auch kein Thema - ob (Hartweizen-)Nudeln, Couscous oder Bulgur, für gewöhnlich kombiniere ich das mit Gemüse und Käse, der jetzt eben weggelassen wurde.

Auch beim Salat gab es eben die käsefreie Version, wobei ich gerade das als herben Verlust empfinde. Natürlich könnte man auf Ersatzprodukte ausweichen, aber da ich diese ganzen "ich sehe aus wie Fleisch, schmecke wie Fleisch, bin aber kein Fleisch"-Geschichten absolut bescheuert finde (und sie sonst eben auch nicht verwende), habe ich mich davon ferngehalten.

Beim Rucola-Pesto habe ich den Parmesan weggelassen, dafür aber mehr Walnüsse genommen - schmeckte auch sehr lecker. Angebraten wurde natürlich nicht in Butter, sondern in Öl oder Margarine, was ich auch so häufiger tue - lief also alles. Bis ich ans Thema Abendessen bzw. Brot kam. Brot an sich ist ja auch zumeist vegan - und wenn man es selber backt, hat man hierauf auch Einfluss. Allerdings esse ich, wenn es nicht Marmelade, Käse oder Wurst sind, z.B. gerne eine Scheibe Brot mit Tomate, Radieschen oder Gurke - und da kommen eben Butter oder Frischkäse drunter. Geht natürlich als Veganer nicht, also wich ich auf irgendwelche Streichcremes aus (Margarine auf Brot geht für mich gar nicht, da könnte ich auch gleich Frischhaltefolie aufs Brot legen...) und die haben ein zentrales Problem: Eigengeschmack.

Zwar sind diese Tomaten-, Auberginen- oder sonstwas-Cremes sehr lecker, aber sie machen mir eben den Geschmack des eigentlichen Belags kaputt. Und eine geschmacklich akzeptable Alternative ist mir da nicht wirklich untergekommen, also habe ich mich eben mit diesen Streichcremes begnügt - aber Butter wäre wohl mein zentrales Problem bei veganer Ernährung. Der Verzicht auf Fleisch ist auch ohne Pseudoalternativprodukte kein Problem, auch Eier könnten gehen (Bananenpfannkuchen sind z.B. sehr lecker), Honig lässt sich mit Agavendicksaft oder auch Ahornsirup kompensieren - bei Butter hört es bei mir eben auf. Öle und andere Fette (z.B. Kokos) sind hier nur bedingte Alternativen und taugen mir eben nicht als Brotzwischenbelag, außerdem liebe ich Käse und will auf den einfach nicht verzichten.

Ein dicker Bonus wäre sicher gewesen, wenn ich tatsächlich gemerkt hätte, dass ich mich tierproduktfrei ernähre - aber die vielfach gerühmte Energielevelsteigerung und sonstige angeblichen Verbesserungen in Stimmung, Gewicht, Verdauung oder sonstwas haben sich bei mir nicht eingestellt (ja, mir ist klar, dass das seine Zeit dauert - aber man lese mal so einige Berichte...). Faktisch habe ich absolut keinen Unterschied zwischen meiner normalen und veganer Ernährung gesehen - mal davon ab dass ich zu anderen Produkten gegriffen habe. Der letzte Tag ist in meine erste Arbeitswoche gefallen und ich musste diverse Leckerchen von Kollegen ablehnen - aber dank Smoothie, den ich meistens zum Mittag dabei habe, war das nicht wirklich schlimm.

Ein Traum waren dafür der Biss in ein Buttercroissant am "Tag danach", ein Brötchen mit der leckeren, italienischen Salami sowie mein Pulvercappuccino oder auch der Matcha latte - ich bin und bleibe eben einer dieser ignoraten, herzlosen und egozentrischen Allesfresser und habe damit auch überhaupt kein Problem!

Freitag, 12. August 2016

Orly "Hope and freedom" High on hope

Tja, kaum geht es mit der Arbeit wieder los, bin ich mehr unterwegs als sonst irgendwas und komme so gar nicht mehr dazu, mich hier um den Blog zu kümmern - sehr ärgerlich! Aber den "Blue Friday" lasse ich mir sicher nicht nehmen, dazu mag ich ja blaue Lacke viel zu sehr und meine Nägel kriege ich ja zwischendrin auch immer noch lackiert.

Die Auswahl fiel mir für heute gar nicht schwer - von Glitter hatte ich nämlich erstmal genug! Damit es aber doch nicht ganz profan cremig wird, habe ich mir "High on hope" von Orly aus der "Hope and freedom"-Kollektion geschnappt, der ist nämlich doch etwas Besonderes.
Bei den Orly-Lacken kann ich mich auf eines immer verlassen: Der Pinsel ist perfekt geschnitten und mit dem gummierten Käppchen ist das Lackieren ein Klacks. Auch kurz vorm Zubettgehen, wenn man eigentlich schon todmüde ist. Die Konsistenz von "High on hope" ist ebenfalls klasse und der Lack lässt sich sehr angenehm lackieren. Die erste Schicht bringt zwar schon Farbe auf die Nägel - ist allerdings doch noch recht ungleichmäßig, also musst mindestens noch eine zweite drüber. Für die normale Betrachtung sind zwei auch bei meiner Nagellänge vollkommen ausreichend - für die Kamera braucht es definitiv noch eine dritte Schicht, da ansonsten winzigkleine Unregelmäßigkeiten in der Farbgebung auch auffallen würden. Die Trockenzeit des Lacks ist orlytypisch angenehm kurz, sodass man sich einen Topcoat sparen kann, wenn man nicht auf den megaglossy Shine aus ist.
Was die Farbe angeht, ist "High on hope" logischerweise Blau, allerdings alles andere als ein gewöhnlicher Blauton, auch wenn das auf den Bildern nicht so gut rauskommt. Ein wenig dunkler angehaucht, würde ich nämlich behaupten, dass die Grundfarbe des Orly einen leichten Grünstich hat und damit doch einen ordentlichen Schritt in Richtung Petrol macht (also mein blaues Petrol). In der blauen Base schwirren dann noch zahlreiche Glasflecks rum, die zumindest im Fläschchen von einem grünlichen Gelb bis in ein Pink changieren. Durch die enthaltenen Flecks erklärt sich auch, warum der Lack keine Bombendeckkraft hat, denn schließlich sollen die Partikelchen auch noch zu erkennen sein. Auf den Nägeln schimmern die Flecks vorwiegend pink und lassen sich auf Foto nicht in ihrem Farbspiel bannen. Hält man die Nägel schräger, kann man die Farbübergänge auch mit dem bloßen Auge gut erkennen - die Kamera hingegen verlangt superschräge Winkel, die keine guten Bilder ermöglichen.
Die Kombination aus pinkem Schimmer und blauer Base finde ich ja sehr gelungen, weil der Lack dadurch eben ein gewisses Extra bekommt und mit dem wirklich dichtgepackten Schimmer trotzdem ein schönes, glattes Finish bildet. Und das Pink ist eben nicht so dominant, dass es mich stören würde - das kann ja bei der Farbe durchaus mal passieren. "High on hope" ist definitiv einer der Lacke, die man sich auch längere Zeit lang solo anschauen kann, aber nach dem schon pur gebliebenen Lack am Mittwoch musste auf das Blau doch etwas drauf. Und da fehlte mir tatsächlich ein pinker Stampinglack, der sicherlich perfekt zu dem Orly gepasst hätte, also musste ich auf meinen apricotfarbenen Stampinglack von MoYou London zurückgreifen und habe mit diesem und der Asia 01-Platte eines der Muster auf den Mittel- und Ringfinger gestampt.
Die Größe (oder eben Kleinheit) des Motivs hatte zur Folge, dass ich vor allem auf dem Mittelfinger noch Ränder hatte und das sah einfach bekloppt aus - also wurde mit einem Pinselchen am oberen und unteren Nagelrand noch ein wenig nachkorrigiert und auch wenn das nicht perfekt gelungen ist, finde ich das Ergebnis doch ansehnlich. Zwar geht unter dem Cremestamping der Schimmer von "High on hope" weitgehend unter, aber der Farbkontrast ist eigentlich ganz nett und das Muster finde ich einfach cool - ich sollte es nur wohl das nächste Mal auf kürzere Nägel stampen... Aber der Lack deckt auch auf dem intensiven Blau ganz hervorragend und da der Schimmer nicht so superintensiv-pink ist, ist der Farbunterschied zwischen Schimmer und Stampinglack auch nicht übertrieben auffällig.
Ohne Topcoat hat "High on hope" natürlich nicht die allerbeste Haltbarkeit, denn Tipwear zeigt sich da doch schon nach anderthalb Tagen. Das fällt zwar nicht sonderlich auf, da der Schimmer davon ablenkt, aber ist für kleine Perfektionisten natürlich ungeschickt, also wohl doch Topcoat nutzen. Ansonsten kann ich mich über nichts beschweren und finde auch das Ablackieren trotz Flecks sehr angenehm - der darf also durchaus mal wieder lackiert werden.